Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Jahresbilanz 2014 - Rund 500.000 Kinderzähne untersucht

Wer gesunde Zähne haben möchte, muss früh mit der Pflege anfangen. Daher setzt der Zahnärztliche Dienst des Kreises beim Nachwuchs an: Im Schuljahr 2013/2014 wurde das Gebiss von 21.737 Kindern und Jugendlichen in Kindergärten und Schulen untersucht.

Die gute Nachricht: Die große Mehrheit der Kinder hat – nicht zuletzt wegen der vom Kreis durchgeführten Vorsorgemaßnahmen – gesunde Zähne. Die Untersuchungen der Zahnärzte des Kreises zeigen aber auch, dass das Vorkommen von Karies eng mit dem gesellschaftlichen Status verknüpft ist.

20 Prozent der Kinder besonders betroffen

„Eltern sozial benachteiligter Schichten gehen mit ihren Kindern oft nicht im notwendigen Maß zum Zahnarzt“, sagt Dr. Claudia Sauerland, Leiterin des Zahnärztlichen Dienstes. Das führt mit dazu, dass 20 Prozent der Kinder fast 80 Prozent der Karieslast tragen - mit Folgen für ihre gesamte gesundheitliche Entwicklung.

Der Zahnärztliche Dienst will diese Situation verbessern und besucht daher Kinder in Schulen und Kitas im gesamten Kreisgebiet. „Spätestens in der Grundschule erreichen wir die Kinder, die den Weg in die Zahnarztpraxen bis dahin noch nicht gefunden haben“, unterstreicht Dr. Claudia Sauerland.

Auch Kleinkinder werden untersucht

Insgesamt wurden im Schuljahr 2013/14 die Zähne von 21.737 Kindern und Jugendlichen (2012/13: 27.024) untersucht. Der Anteil von unter Dreijährigen hat sich dabei seit dem Jahr 2000 fast verzehnfacht und liegt aktuell bei fast 14 Prozent. „Wir entwickeln neue Formen und Strategien für die Ansprache, um möglichst viele Eltern von Kleinkindern zu erreichen“, betont Dr. Claudia Sauerland.

Programm zur zusätzlichen Zahnhärtung

In 180 (2012/13: 186) Kindergärten und Tageseinrichtungen war der Zahnärztliche Dienst des Kreises im vergangenen Jahr tätig. Darüber hinaus besuchten die Zahnärztinnen, Zahnärzte und Prophylaxefachkräfte 46 (2012/13: 49) Grundschulen und zwölf Förderschulen. 2.103 (2012/13: 2.033) Kinder mit besonders hohem Kariesrisiko werden intensiver betreut: Ein Großteil der Förderschulen, zehn Grundschulen und ausgewählte Kitas nehmen an einem Programm mit zusätzlicher Zahnhärtung (Fluoridierung) teil.

Neben den Terminen mit Kindern bietet der Zahnärztliche Dienst Multiplikatorenschulungen für angehende Erzieher und Informationsveranstaltungen für Eltern an. Im letzten Schuljahr fanden 18 Veranstaltungen dieser Art (2012/13: 12) statt.
- PK -

  • Tabelle (PDF)
    Die Tabelle zeigt den Anteil naturgesunder, bleibender Gebisse bei Viertklässlern nach Städten und Gemeinden.

 

 

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