Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Eine (fast) vergessene Krankheit - Aufruf des Landrats zum Welt-Lepra-Tag

„Lepra – gibt es das überhaupt noch?“ Die Antwort lautet: Ja. Jährlich erkranken nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weltweit mehrere hunderttausend Menschen neu. Der Welt-Lepra-Tag am 25. Januar erinnert an ihr Schicksal und bittet um Unterstützung.

Deshalb appelliert Landrat Michael Makiolla an die Bevölkerung im Kreis Unna: „Unterstützen Sie die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe mit einer Spende, damit Leprakranken rechtzeitig geholfen werden kann.“ Denn zusätzlich zu den jedes Jahr neu Erkrankenden leben mehrere Millionen mit einer durch Lepra verursachten Behinderung. „Lepra ist eine Krankheit der Armut. Die reichen Länder sind kaum betroffen, müssen und können aber Verantwortung für die Schwächeren übernehmen“, nennt Landrat Makiolla den Hintergrund seines Appels.

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. (DAHW) wurde 1957 als "Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk" gegründet und wird allein in diesem Jahr in 20 Ländern des Südens über 170 Projekte und Programme mit insgesamt 12,6 Millionen Euro unterstützen.

Spenden für die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V können bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg eingezahlt werden: IBAN: DE35790500000000009696, BIC: BYLADEM1SWU, Kontonummer: 9696, BLZ: 790 500 00.
- Constanze Rauert -

Hintergrundinformation

Jährlich heißt es für über 200.000 Menschen: Diagnose Lepra. Etwa jeder zehnte neu Erkrankte ist ein Kind. Betroffen sind vor allem Indien, Brasilien, China sowie Teile Afrikas. Werden die Erkrankten nicht rechtzeitig behandelt, drohen bleibende Behinderungen.

Leprapatienten leiden jedoch nicht nur körperlich: Medizinisch ist Lepra heute vollständig heilbar – vorausgesetzt, sie wird rechtzeitig erkannt. Viel schwerer wiegt oft die Ausgrenzung vom gesellschaftlichen Leben. Auch heute noch werden Menschen, die Lepra haben oder hatten, ausgestoßen. Selbst Angehörige verlieren ihre Arbeit und die Kinder werden von der Schule ausgegrenzt, wenn die Diagnose Lepra bekannt wird.

Blick in die Presse