Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Letzte Ausstellung vor Umbau - "Ernst Marow - Magie der Wirklichkeit"

„Ernst Marow - Magie der Wirklichkeit“. So ist die letzte Ausstellung des Kreises auf Schloss Cappenberg überschrieben, ehe das Haus bis Anfang 2017 wegen der Renovierung schließt. Gezeigt wird vom 17. Mai bis zum 30. August eine Auswahl von mehr als 150, zumeist großformatigen Arbeiten des Malers, Zeichners und Grafikers Ernst Marow.

Der heute in Kiel lebende Künstler wurde 1934 in Königsberg (Neumark) in die Turbulenzen des nahenden Zweiten Weltkrieges hinein geboren und flüchtete 1945 mit seiner Familie nach Niedersachsen.

Studienjahre in Hannover und Berlin

Nachdem er 1954 in Peine das Abitur abgelegt hatte, folgten bis 1959 Studienjahre in Hannover und Berlin an der Hochschule für Bildende Künste, u. a. bei Heinrich Graf von Luckner, der Marow sowohl als Lehrer wie auch als Persönlichkeit nachhaltig beeindruckte.

Abwendung von der abstrakten Malerei

Entgegen der akademischen Ausrichtung im Berlin der Nachkriegszeit wandte sich der noch junge Marow von der abstrakten Malerei, dem Informel und Tachismus der 1950er Jahre ab. Er vernichtete alle seine gegenstandslosen Arbeiten und konzentrierte sich auf die genaue Beobachtung der „Wirklichkeit“.

In der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Technik der Alten Meister wie Velasquez, Tizian oder Goya sowie den Werken Henri Rousseaus und vor allem Max Beckmanns, fand Ernst Marow schließlich zu seinem eigenen, unverwechselbaren Stil.

Naturbetrachtung im Vordergrund

Dabei steht die Naturbetrachtung, insbesondere die Vegetation, im Zentrum seines Schaffens. Ernst Marow studiert das Wesen der Natur, um ihrer Ursprünglichkeit und Kraft einen bildhaften, unendlichen Ausdruck zu geben. Seine Werke ziehen den Betrachter mit magischem Zauber in ihren Bann.
- Sigrid Zielke-Hengstenberg, M.A. -

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