Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Mut zum naturnahen Garten

Ziergarten oder Nutzgarten, Bauerngarten oder Steingarten? Die Entscheidung bei der Gartengestaltung fällt nicht leicht. Ein naturnaher Garten ist gleichermaßen Paradies für den Menschen und Refugium für Tiere und Pflanzen.

Ein Vorschlag des Kreis-Fachbereichs Natur und Umwelt lautet daher: Wie wäre es, den Garten auch im Hinblick auf die bedrohte Tier- und Pflanzenwelt zu gestalten? Immerhin ist die Gesamtfläche aller Gärten im Land viermal größer als die Fläche der Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen.

Christian Makala, Leiter der unteren Landschaftsbehörde, kennt und nennt einige Tipps für den natürlich schönen Garten. So können kleine Flächen geschaffen werden, die Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und anderen Insekten als „Futterplatz“ dienen, Nistmöglichkeiten und Unterschlupf für Singvögel und Spitzmäuse bieten oder Tieren das Abtauchen ins Wasser erlauben. Alte Mauern sind z.B. bei Eidechsen begehrte Anlaufpunkte, dicht gepflanzte Hecken begeistern unter anderem den Zaunkönig, und im Laub igelt sich bekanntlich ein kleines Stacheltier gerne ein.

Ein weiterer Tipp des Kreis-Landschaftsexperten lautet: Alte Obstbäume auf keinen Fall fällen! Sie dienen nicht nur Höhlenbrütern als Nistplatz, sondern bieten z.B. Fledermäusen Unterschlupf und Sicherheit.
 
Verzichten sollte man im naturnahen Garten auf den Einsatz von Giften, denn ungebetene Gäste werden von Meisen, Rotkehlchen, Zaunkönigen, Igeln, Fröschen, Kröten oder Marienkäfern tierisch gut beseitigt. So befreit ein Meisenpaar Büsche und Bäume täglich von etwa 1.000 Schädlingen, um seinen Nachwuchs satt zu kriegen. Und der Igel kennt bei Mäusen, Schnecken und schädlichen Insekten kein Pardon. -PK-

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