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Natur gewinnt - Quappe kam in die Seseke zurück

Foto: Gunnar Jacobs - Lippeverband

Die Quappe, eine inzwischen in der Region seltene Fischart, ist in die Seseke zurückgekehrt. Das hat der Fischereiberater des Kreises, Michael Prill festgestellt. 2013 hatte der Lippeverband in Kooperation mit dem Landesfischereiverband Westfalen und Lippe Quappen-Larven und -Jungfische in den renaturierten Fluss einsetzt.

Dass es nun heranwachsende Tiere gibt, weiß Prill seit einer so genannten Elektrobefischung. Dabei werden die Tiere mit schwachen, für sie ungefährlichen Stromstößen im Wasser kurzzeitig betäubt. Sie können dann leicht eingefangen und nach Art und Größe bestimmt werden.

Millionen Larven eingesetzt

Die Herkunft der Fische geht auf zwei Besatzaktionen im Jahr 2013 zurück. Damals hatte der Lippeverband allein eine Million winzige Larven eingesetzt, etwas später folgte noch einmal eine Besatzaktion mit Jungfischen.

Erwachsen ein stattlicher Fisch

Zwar fielen die weitaus meisten Tiere ihren Fressfeinden zum Opfer, eine Anzahl Quappen hat es aber offensichtlich geschafft, groß zu werden. Und einmal erwachsen, ist die Quappe ein recht stattlicher Fisch. Deshalb ist davon auszugehen, dass dieTiere in der Seseke jetzt eine stabile Population darstellen und sich mit den Quappen, die bereits in der Lippe leben, früher oder später vermischen werden.
- Lippeverband -

  • Hintergrundinfo (PDF)
    Die Quappe und das Sesekeprogramm

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