Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Neue Philharmonie Westfalen - Haustarifvertrag unterschrieben

Das größte nordrhein-westfälische Landesorchester ist für die nächsten sechs Jahre gerettet: Der zwischen dem Deutschen Bühnenverein, der Orchestermusiker-Gewerkschaft und den Trägern der Neuen Philharmonie Westfalen verhandelte Haustarifvertrag ist unterschrieben.

Der Vertrag sieht vor, dass die Neue Philharmonie Westfalen bis 2021 eine Bestandsgarantie erhält. Das Orchester war infolge von Tariferhöhungen in eine wirtschaftlich defizitäre Lage geraten, die ohne die finanzielle Intervention der Kommunen und des Landes existenzgefährdend gewesen wäre.

Orchester wurde verkleinert

Neben der Erhöhung der Zuschüsse durch die kommunalen Träger haben die Musiker vor allem einen erheblichen Anteil zur Konsolidierung beigetragen. So wird das Orchester um insgesamt zehn Planstellen verkleinert und verfügt dann noch über eine Stellenzahl von 114 Musikern.

Dabei wird von den Trägern auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet und derzeit vakante Stellen werden wieder besetzt. Zudem verzichten die Musikerinnen und Musiker bis 2021 – nach Jahren gestaffelt – auf Teile ihres tarifvertraglichen Weihnachtsgeldes sowie auf einen Großteil der tariflichen Nachforderungen für die Jahre 2010 bis 2013.

Kreis zählt zu den Trägern

Die Neue Philharmonie Westfalen entstand 1996 aus der Fusion zweier Orchester des nördlichen Ruhrgebietes, des Westfälischen Sinfonieorchesters Recklinghausen und des Philharmonischen Orchesters der Stadt Gelsenkirchen. Träger und Zuschussgeber des Orchesters sind die Städte Gelsenkirchen, Recklinghausen, der Kreis Unna, das Land Nordrhein-Westfalen und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Seit Sommer 2014 ist Rasmus Baumann, bisheriger Chefdirigent am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Generalmusikdirektor des in Recklinghausen ansässigen Orchesters.
- Mark Mefsut -

Blick in die Presse