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Lippeverband - Dr. Uli Paetzel neuer Vorstandsvorsitzenden

Dr. Uli Paetzel wird neuer Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes und der Emschergenossenschaft. Der 43 jährige wurde von den Räten der beiden Verbände gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Jochen Stemplewski an, der Ende Januar 2016 nach 24 Jahren in den Ruhestand geht.

Als aktuell amtierender Bürgermeister der Stadt Herten kennt Dr. Uli Paetzel die Aufgaben und Projekte von Lippeverband und Emschergenossenschaft gut: Herten ist eine der wenigen Städte, die sowohl im Flusseinzugsgebiet der Emscher als auch der Lippe liegen.

Seit 2004 Erfahrung als Hertener Bürgermeister

Paetzel wurde in Gelsenkirchen geboren und wuchs in Herten auf. Er studierte Französisch und Sozialwissenschaften und promovierte 2001 an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Uni Bochum. Nach verschiedenen Stationen ist Paetzel seit 2004 Bürgermeister von Herten.

Als Vorstandsvorsitzender steht er in wenigen Monaten an der Spitze von zwei Verbänden, die Deutschlands größte Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen sind (rund 740 Kilometer Wasserläufe, rund 400 Kilometer Abwasserkanäle, rund 240 Pumpwerke und 55 Kläranlagen). Beschäftigt werden insgesamt 1.600 Mitarbeiter.
- Lippeverband –

Lippeverband

Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke um. In das Projekt (1985 bis 2014) investierte der Lippeverband rund 500 Millionen Euro, es gilt als Vorläufer des Emscher-Umbaus.

Emschergenossenschaft

Die Emschergenossenschaft wurde 1899 in Bochum gegründet und hat ihren Sitz seit 1910 in Essen. Ihre Aufgaben sind seitdem unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Großprojekt Emscher-Umbau um. Über einen Zeitraum von rund 30 Jahren investiert der Verband insge-samt 4,5 Milliarden Euro in die Revitalisierung des Emscher-Systems. Der Emscher-Umbau dauert noch bis 2020.

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