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Lippeverband - Sesekemündung bis Jahresende ökologisch verbessert

Die Renaturierung der Seseke ist seit 2014 weitgehend abgeschlossen – nur die Mündungsstrecke in Lünen wurde zunächst ausgeklammert. Jetzt folgt die ökologische Verbesserung im unmittelbaren Mündungsbereich, bis zum Jahresende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Mitte August rückt die vom Lippeverband beauftragte Baufirma an, um von der Mündung in die Lippe aus die letzten 500 Meter Fließstrecke der Seseke umzugestalten. Die Baukosten für die Umgestaltung dieses Gewässerabschnitts belaufen sich auf rund 300.000 Euro.

Alte Sohlschalen als Fundament für neue Sohle

Wegen der engen Deichlage werden die alten Sohlschalen, die bis heute dort den Flussgrund bilden, als eine Art Fundament für die neue Sohle genutzt. In den Betonplatten werden Querriegel verankert, die verhindern, dass die neue Sohle aus kiesigem Material vom nächsten Hochwasser weggeschwemmt wird.

Die Mündung wird zugleich so ausgestaltet, dass Fische zwischen Lippe und Seseke wandern können. Absturzbauwerke wie bisher wird es dann nicht mehr geben, vielmehr überwindet eine so genannte Sohlgleite den Höhenunterschied zur Lippe.

Einschränkungen für Spaziergänger und Radler

Die Bauarbeiten bringen für Spaziergänger und Radfahrer einige Beeinträchtigungen mit sich: So wird die Fußwege-Brücke über die Seseke unmittelbar vor der Mündung gesperrt, ebenso der Weg zwischen B 61 und Mündung sowie ein Teil des Radwegs an der Lippe.

Die Kleingartenanlage bleibt aber von der Kamener Straße aus zugänglich, auch der kleine Parkplatz an der Hauptstraße soll während der rund viermonatigen Bauzeit überwiegend nutzbar sein.

Danach bleibt noch als letzter umzubauender Seseke-Abschnitt das Stück zwischen der Kläranlage des Lippeverbandes und dem Düker unter dem Schifffahrtskanal. Dafür gibt es derzeit noch keine konkrete Zeitschiene.
- Lippeverband -

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