Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Einigkeit im Kreistag - Cappenberg bleibt Ausstellungsort

Hände hoch für die Kultur. Das Bild stammt aus dem Juni-Kreistag und zeigt, dass die Politik ohne Wenn und Aber für die Fortsetzung der Ausstellungsaktivitäten des Kreises auf Schloss Cappenberg in Selm ist.

Die Kreisverwaltung erhielt endgültig grünes Licht für die Ausarbeitung eines auf den bisherigen Verhandlungsergebnissen fußenden Untermietvertrages mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (alter und neuer Hauptmieter), der wiederum seine Vertragsbeziehungen mit dem Eigentümer - Graf von Kanitz - verlängern wird.

Neuer Mietvertrag läuft über 20 Jahre

Kreisdirektor und Kulturdezernent Dr. Thomas Wilk gab sich nach den jüngsten Gesprächen mit den Vertragspartnern optimistisch und rechnet mit dem Vertragsabschluss bereits im Herbst des Jahres.

Die Laufzeit der Verträge beginnt 2016 und geht über 20 Jahre. Das von beiden Mietparteien zu zahlende Entgelt beträgt jährlich jeweils 100.000 Euro zuzüglich Nebenkosten von jeweils 30.000 Euro. Für die Unterhaltung bzw. Instandhaltung zeichnet - anders als im auslaufenden Vertrag geregelt - der Eigentümer verantwortlich. Unterm Strich bedeutet das für den Kreis eine Ersparnis von 30.000 Euro pro Jahr.

Ausstellungen auf Mitteltrakt konzentriert

Kreis zeigt seit 1985 im Südflügel des Schlosses überregional beachtete Kunstausstellungen. Der Landschaftsverband betreibt bislang im Westflügel eine Dauerausstellung zum Leben und Wirken des Freiherrn vom und zum Stein.

Ab 2016 werden die beiden Mietparteien ausschließlich den Mitteltrakt des Schlosses (Südflügel) nutzen und damit die Gesamtfläche von derzeit rund 2.400 Quadratmetern auf 1.500 bis 1.700 Quadratmeter reduzieren. Der Kreis wird etwa 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Erdgeschoss zur Verfügung haben (derzeit 600 Quadratmeter). Dazu kommen Nebenflächen.

Im Jahr 2016 wird renoviert und umgebaut

Die Räumlichkeiten im Schloss Cappenberg sollen ab Oktober 2015 bis Anfang 2017 renoviert und vom Eigentümer behindertengerecht umgebaut werden. Vorgesehen ist u. a. der Einbau eines Fahrstuhls zur barrierefreien Erschließung der Ausstellungsräume. Außerdem werden Brandschutzanforderungen berücksichtigt.
- Constanze Rauert -

 

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