Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Von wegen „PECH gehabt“! - Die richtige Erstversorgung bei Sportverletzungen

Ob klassische Sommersportarten wie Joggen, Inline Skating, Tennis oder Exotischeres wie Parkour oder Wasserski - Bewegung macht Spaß und hält fit. Gleichzeitig kann Sport aber auch ganz schön schmerzhaft werden. „Wenn es trotz aller Vorsicht mal zu einer Prellung oder Zerrung kommt, sollte man an das so genannte PECH-Schema denken“, rät Amtsapothekerin des Kreises Unna, Birgit Habbes:

P = Pause. Man sollte den betroffenen Körperteil möglichst ruhig stellen und ihn nicht weiter belasten.
E = Eis. Um den Schmerz zu lindern und außerdem Schwellungen oder Blutungen zu verringern, wird die betroffene Stelle vorsichtig bis zu 45 Minuten lang gekühlt.
C = Compression. Ein angelegter Druckverband mindert außerdem Blutungen und Schwellungen.
H = Hochlagern. Schwellungen und Schmerzen können reduziert werden, indem man den Körperteil hochlagert, wenn möglich höher als das Herz.

Schmerzen lindern und schlimmere Schäden abwenden

„Viele Sportverletzungen sind erst einmal schmerzhaft, stellen sich aber dann als recht harmlos heraus“, erklärt Birgit Habbes. „Die PECH-Regel verringert die Gefahr von Blutungen und Schwellungen und kann die Schmerzen effektiv lindern.“ Meist könne die Anwendung der Eselsbrücke schlimmere Schäden an Muskeln und Gelenken abwenden. Eine ärztliche Diagnose oder Behandlung ersetze sie jedoch nicht. „Zu beachten ist auch, dass das PECH-Schema für Muskelkrämpfe und offene Wunden ungeeignet ist“, so Habbes weiter.

Die Erstversorgung nach der PECH-Regel gilt jedoch für die allermeisten Sport- und Laufverletzungen und dient dazu, die unangenehmen Symptome zu lindern, bis man gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen kann oder sich Besserung einstellt. Mit etwas Glück ist es nichts Ernstes und man kann bald schon wieder skaten, joggen oder sich ins kühle Nass stürzen.   
- Linn Temmann -

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