Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Ampelanlage Wilhelmshöhe - Petitionsausschuss diskutiert vor Ort

Seit Jahren wird geplant und ebenso lange wird diskutiert. Jetzt beschäftigte sich auch der Petitionsausschuss des NRW-Landtages mit der Umgestaltung des Verkehrsknotenpunktes Wilhelmshöhe (B 233 / K 26) in Fröndenberg.

Bei dem Ortstermin verschaffte sich die Delegation aus Düsseldorf einen Eindruck von der Verkehrssituation. Sie schuf damit die Basis für die noch zu treffende Entscheidung über zwei im Frühjahr eingereichte Petitionen: eine für die Ampelanlage, eine dagegen. Nach aktuellem Stand wollen der Kreis und der Landesbetrieb Straßen NRW bekanntlich eine Ampelanlage bauen.

Petenten und Fachbehörden im Gespräch

An dem Erörterungsgespräch nahmen Vertreter des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW, der Bezirksregierung Arnsberg, vom Landesbetrieb Straßen NRW, dem Fachbereich Straßenverkehr sowie aus dem Fachbereich Bauen des Kreises Unna, von der Kreispolizeibehörde und der Stadt Fröndenberg teil. Ihre Gesprächspartner waren die Petenten.

Besonderheit: Die Vertreter des Petitionsausschusses und der Fachbehörden mussten sich nicht nur mit den Argumenten auseinandersetzen, die der Petition gegen die geplante Ampelanlage zugrunde liegen. Es ging gleichzeitig um eine weitere Petition, die sich ausdrücklich für die Errichtung einer Ampelanlage ausspricht.

Alle geforderten Alternativen geprüft

Die Behördenvertreter legten bei dem Termin unter Leitung der Landtagsabgeordneten Claudia Middendorf dar, dass wegen der fehlenden Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes und der Unfallsituation dringender und verpflichtender Handlungsbedarf gegeben sei. Gleichzeitig wurde daran erinnert, dass im Vorfeld der abschließenden Planungen alle eingeforderten Alternativen (Kreisverkehr, Bybass-Regelung, Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße) überprüft und als nicht zielführend bewertet worden waren.

Die Fachbehörden kamen letztlich zu dem Ergebnis, dass eine verkehrsabhängig gesteuerte Ampelanlage der örtlichen Situation am besten gerecht wird. Sie sorge für einen sicheren Verkehrsfluss und schütze schwache Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger. Gestützt wird die Beurteilung der Fachleute durch ein externes Gutachten sowie durch Berechnungen zur Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes.

Petitionsausschuss entscheidet zügig

Der Landesbetrieb Straßen NRW möchte Anfang Juli mit der auf drei Monate angelegten Umgestaltung des Knotenpunktes und der Errichtung der Ampelanlage beginnen. Nach derzeitigem Stand wird der Petitionsausschuss voraussichtlich in der nächsten Woche abschließend über die eingereichten Petitionen beschließen.
- PK -


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