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Budgetbericht vorgelegt - Positive Finanzentwicklung

Foto: B. Kalle - Kreis Unna

Nach dem im Entwurf der Jahresrechnung für 2014 ausgewiesenen kleinen Plus von sieben Millionen Euro in der Rücklage, zeichnet sich auch für das laufende Haushaltsjahr eine positive Entwicklung ab. Das signalisierte Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Thomas Wilk im Juni-Kreistag.

Basis für ganz vorsichtigen Optimismus liefern der Budgetbericht zum Stichtag 31.03.2015 und die Auswertung der Finanzströme im April und Mai. Wichtigste Stellschraube für den Haushaltsausblick einmal mehr: die Kosten der Unterkunft für Bezieher von Arbeitslosengeld II.

Kosten der Unterkunft geringer als kalkuliert

Hier wurden pro Monat Ausgaben von rund 7,7 Millionen Euro getätigt und damit weniger als kalkuliert. „Geht dieser Trend weiter, könnte auch unter Berücksichtigung der nicht vorhersehbaren Heizkosten der Haushaltsansatz für das laufende Jahr von über 97 Millionen Euro um zwei, vielleicht drei Millionen unterschritten werden“, wagte Kreisdirektor und Kämmerer Thomas Wilk eine vorsichtige Prognose.

Gerichtsurteil bringt Kreis Geld zurück

Außerdem gibt es einen Sondereffekt. Der Kreis bekommt etwa 1,4 Millionen Euro zurück. Das Geld stammt auf dem Topf des Bildungs- und Teilhabepakets. Dort waren 2012 Mittel nicht im vollen Umfang abgerufen worden. Deshalb wollte der Kreis damit mit Einverständnis der Städte und Gemeinden die Schulsozialarbeit weiter finanzieren. Der Bund sagte allerdings „Nein“ und kassierte das Geld ab. Die Schulsozialarbeit wurde daraufhin über die Kreisumlage – also mit kommunalem Geld – weiterfinanziert.

Das Bundessozialgericht entschied allerdings im März, dass der Bund die Mittel seinerzeit nicht hätte einstreichen dürfen. Ergebnis: Es gibt eine Rückzahlung und die entlastet nun den Haushalt 2015.
- Constanze Rauert -

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