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Rechenschwierigkeiten erkennen - Kinder fördern: Lehrerfortbildung läuft

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Bauchschmerzen vor der Mathearbeit – viele Schüler kennen das mulmige Gefühl. Wenn es nicht an mangelndem Fleiß liegt, dass es mit dem Rechnen nicht klappen will, gibt es möglicherweise besondere Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens.

Wenn immer fortwährendes Zählen die einzige Lösungsstrategie ist, müssen Kinder intensiv mit besonderen Lerninhalten gefördert werden. Wie Grund- und Förderschullehrer dieses Rechenproblem erkennen und ihren Schülern anschließend helfen können, lernen sie in einer einjährigen Fortbildung. Angeboten wird diese von der Schulpsychologischen Beratungsstelle für den Kreis Unna und dem Schulamt für den Kreis Unna in Kooperation mit der Universität Bielefeld.

„Wir freuen uns, dass der erste Durchlauf so erfolgreich war, dass wir jetzt einen neuen Kurs starten konnten“, berichtet Elisabeth Hanfland, Leiterin der Schulpsychologischen Beratungsstelle. Im Ausschuss für Bildung und Kultur des Kreises stellte die Diplom-Psychologin das Projekt am 3. Februar vor.

Neben dem Lesen und Schreiben ist das Rechnen die wichtigste Kulturtechnik. Wer das Rechnen nicht  richtig lernt und sich falsche Rechenstrategien zurechtlegt, bekommt in der weiteren Schullaufbahn häufig Schwierigkeiten, die massive Versagensängste auslösen können.

Studien belegen, dass rund 20 Prozent aller Kinder so schlecht in Mathematik sind, dass sie später in der Berufsausbildung oder im Alltag vor Schwierigkeiten stehen. Der Anteil von Kindern mit schweren Rechenstörungen wird sogar auf 4 bis 6 Prozent geschätzt. Hier soll sich im Kreis etwas ändern.  

Die ersten 25 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kreisgebiet dürfen sich bereits „Fachlehrkraft für schulische Intervention bei Rechenstörungen“ nennen. Schulamtsdirektorin Susanne Wessels nennt das Ziel für die Zukunft: „Wir möchten in den nächsten zwei bis drei Jahren sicher stellen, dass an jeder Grundschule im Kreis eine ausgebildete Fachlehrkraft für besondere Schwierigkeiten beim Mathematiklernen vorhanden ist.“

- Birgit Kalle -

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