Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Vorsicht bei Sahnetorte und Kartoffelsalat - Hygiene bei Sommerfesten wichtig

Essen und Trinken gehört zu einem gelungenen Fest wie nette Gäste und gute Gespräche. Damit im Anschluss kein schlechter Nachgeschmack bleibt, sollten Gastgeber aber einige Hygienetipps beachten. Darauf weist die Lebensmittelüberwachung des Kreises Unna hin.

„Damit das Essen den Gästen nicht auf den Magen schlägt,  sollten Grundregeln der Hygiene eingehalten werden“, appelliert Dr. Anja Dirksen, als Sachgebietsleiterin zuständig für das Veterinärwesen und die Lebensmittelüberwachung beim Kreis zuständig.

Sie rät dringend davon ab, besonders empfindliche Lebensmittel wie Mett und Tatar sowie Cremes und Mayonnaisen mit rohen Eiern als Zutat anzubieten. „Die enthaltenen Keime vermehren sich bereits bei Temperaturen ab 10 Grad und können nicht nur leichten Durchfall, sondern eine ernste Erkrankung zur Folge haben.“

Kalte Salate und Cremes kühlen

Für leicht verderbliche Speisen wie Nudel- und Kartoffelsalate oder Kuchen mit nicht durchgebackener Füllung wie Creme- oder Sahnetorten sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen selbstverständlich sein. Sie müssen gut gekühlt zum Veranstaltungsort gebracht und dort kühl aufbewahrt werden, bis sie zum Verzehr auf den Tisch kommen.

Warme Speisen müssen vor dem Verzehr gut durch erhitzt werden, um Bakterien und gesundheitsgefährdende Keime abzutöten. Oftmals werden die Lebensmittel nicht unmittelbar,
sondern bereits eine gewisse Zeit vor dem Verzehr zubereitet. Diese Speisen müssen direkt nach der Zubereitung abgekühlt und gekühlt gelagert werden. Dr. Anja Dirksen nennt den Grund dafür: „Bakterien vermehren sich in lauwarmen Speisen besonders schnell.“ Unmittelbar vor dem Verzehr müssen die Gerichte dann drei bis fünf Minuten kräftig erhitzt und schließlich heiß gehalten werden.

Tortenhauben und Klarsichtfolien helfen

Wer draußen feiert, sollte Speisen und Getränke beispielsweise mit Zelt oder Pavillon vor Sonne,
Regen und Wind schützen. Tische und Stände sollten leicht zu reinigen sein. Tortenhauben und Klarsichtfolien sichern unverpackte Lebensmittel vor Berührung, Anhusten und Anniesen.
 
Ansonsten gilt: „Hände waschen ist das A und O“, betont Dr. Anja Dirksen. Wer kocht, backt oder in irgendeiner Form Lebensmittel zubereitet, muss seine Hände vor Arbeitsbeginn und auch zwischendurch nach dem Kontakt mit risikoreichen Lebensmitteln wie Eiern oder rohem Fleisch gründlich mit Seife waschen.

Wer unter einer ansteckenden Krankheit, wie Durchfall oder auch einer Erkältung leidet, sollte keine Speisen für andere zubereiten. Auch eitrige Wunden an den Händen können Keime enthalten, die schwere Lebensmittelvergiftungen verursachen. Deshalb sollten sie mit einem wasserdichten Pflaster oder besser noch mit einem Einmalhandschuh abgedeckt werden.
- PK -

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