Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Biotonne sauber halten - Plastiktüten verrotten nicht

Im Kreis Unna wurde bereits vor 20 Jahren die Biotonne eingeführt. Seitdem wird aus Bioabfällen und Grünschnitt wertvoller Kompost gewonnen. An der Anlage der Kreisentsorgungsgesellschaft GWA in Fröndenberg-Ostbüren dauert der Kompostierungsprozess nur drei Monate.

Damit die Qualität des mit dem RAL-Gütesiegel ausgezeichneten Kompostes erhalten bleibt, ist es wichtig, möglichst „sauberen“ Bioabfall zu erhalten, der frei von unerwünschten Störstoffen wie zum Beispiel Plastik, Metall, Glas ist. Um Ihre Biotonne „sauber“ zu halten, sammeln leider immer noch viele Haushalte ihre Bioabfälle entweder in Plastik- oder in sogenannten Bioplastiktüten und füllen sie samt Beutel in die Biotonne.

„Das ist falsch“, weiß GWA-Abfallberaterin Doris Homann „denn die herkömmlichen Plastiktüten verrotten gar nicht und die „Bioabfalltüten“ nur teilweise. Leider gibt es immer mal wieder Berichte, in denen etwas anderes steht und die die Bürger verunsichern.“

Als preiswerte Alternativen zum Sammeln der Bioabfälle empfiehlt die Abfallberaterin deshalb den Gebrauch von Tageszeitungen und Papiertüten. Sie eignen sich sehr gut, um die Bioabfälle darin einzuwickeln und sie nehmen Feuchtigkeit auf. Besonders praktisch sind nassfeste Papiertüten, die sogenannten Müllitüten, in denen der Bioabfall in der Küche gesammelt werden kann. Sie eignen sich auch als Einsatz für den Mülli, dem kleinen fünf Liter großen Eimer zum Sammeln der Bioabfälle. Die Müllitüten sind günstig an vielen Verkaufsstellen im Kreis Unna erhältlich.

Ebenfalls nicht in die Biotonne darf Kleintierstreu. Dieses enthält Tierkot und ist aus hygienischen Gründen nicht als Bioabfall, sondern als Restmüll zu behandeln und muss im Kreis Unna über die Restmülltonne entsorgt werden.
- GWA -

  • GWA Kreis Unna
    Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna

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