Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Cross-Mentoring-Projekt beendet - Frauen starten durch

Immer mehr Frauen arbeiten sich in Kommunalverwaltungen an die Spitze vor. Damit es noch mehr werden, legten sechs Gleichstellungsbeauftragte aus dem Kreis das Cross-Mentoring-Projekt neu auf und machten „Frauen fit für Führung“.

Das Projekt wurde bereits 2005/2006 und 2008/2009 durchgeführt. 2014 schoben die Gleichstellungsbeauftragten aus Bergkamen, Fröndenberg/Ruhr, Kamen, Lünen, Werne sowie vom Kreis Unna das Projekt neu an. Als Kooperationspartner begleitete sie das Studieninstitut Ruhr.

Baustein für mehr Chancengleichheit

Bei der Abschlussveranstaltung im Kreishaus Unna unterstrich Landrat Michael Makiolla die Bedeutung des Projektes als eine adäquate Vorbereitung von Frauen auf Führungsaufgaben. „Das Cross-Mentoring ist hier bei uns im Kreis ein Baustein bei unseren Bemühungen für mehr Chancengleichheit. Es fördert außerdem die Netzwerkarbeit der Frauen und bringt letztlich auch den Kreis und die kreisangehörigen Kommunen näher zusammen.“

Frischer Wind für den Führungsstil

Das auf ein Jahr angelegte Mentoring-Projekt ermöglichte gut einem Dutzend Frauen („Mentee“) aus Kreis- und Stadtverwaltungen Einblicke in das Führungsverhalten und den Alltag von erfahrenen Führungskräften in den unterschiedlichsten Funktionen.

Die Mentorinnen und Mentoren profitierten ebenfalls: Sie konnten ihren Führungsstil überprüfen und durch neue Anregungen „frischen Wind“ in den Umgang mit ihren Mitarbeitern bringen. Zu den Mentorinnen gehören übrigens auch einige, die in der Vergangenheit als Mentee gefördert wurden und nun ihre Erfahrungen weitergaben.

Frauenförderung gelingt immer besser

In der Kreisverwaltung ist die Frauenförderung ein erklärtes Ziel, auf das erfolgreich Kurs genommen wird. 2006 waren die Leitungsposten der 13 Fachbereiche und –dienste rein männlich besetzt, an der Spitze der Stabsstellen war das Verhältnis 50:50 und von den seinerzeit 37 Sachgebietsleitungen waren über 81 Prozent männlich.

Heute zeichnet sich ein anderes Bild. Zwei Fachbereiche werden von Frauen geleitet, bei den Stabsstellen sind die Frauen unter sich und von den heute 44 Sachgebietsleitungen sind über 27 Prozent weiblich. Das bedeutet unterm Strich, dass sich der Anteil der Frauen in Führungspositionen seit 2006 von knapp 18 auf über 33 Prozent merklich erhöht hat.
- Constanze Rauert -


Blick in die Presse