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Erste Anlaufstelle bei Verbraucherproblemen - Beratungsstelle legt Bilanz vor

Ein umfangreiches Zahlenwerk legte die Verbraucherzentrale in Kamen jetzt vor: 10.845 Anfragen und Kontakte zeigen, dass die Verbraucherzentrale in Kamen auch 2014 erste Anlaufstelle bei Verbraucherproblemen war.

Beratungsstellenleiterin Elvira Roth und die Umweltberaterinnen Jutta Eickelpasch und Heike Herzig blicken in der Jahresbilanz auf eine Vielzahl von Themen zurück: Ob Billigstromanbieter Neukunden mit einem dubiosen Bonus köderten, E-Mails mit gefälschten Rechnungen namhafter Unternehmen im Umlauf waren oder Kreditinstitute die Erstattung unzulässiger Kreditbearbeitungsentgelte verweigerten.

„Eine Nachfragewelle schwappte in die Beratungsstelle, nachdem der Bundesgerichtshof entschieden hatte, dass Bearbeitungsentgelte für Darlehen unzulässig sind“, berichtet Beratungsstellenleiterin Elvira Roth. Ratsuchende wollten wissen, für welche Darlehensverträge Erstattungen möglich sind, welche Verjährungsfristen gelten und erkundigten sich nach Rückforderungsmodalitäten.

Falsche Widerrufsbelehrungen

Zudem sorgten fehlerhafte Widerrufsbelehrungen in einer Vielzahl von Immobiliendarlehensverträgen für ausgebuchte Beratungstermine. Mit 40 Prozent der Rechtsberatungen machen Probleme mit Telekommunikationsanbietern einen großen Anteil der Verbraucher-Probleme aus. Zumeist ging es um nicht nachvollziehbare Posten in der Rechnung oder um Probleme bei der Kündigung von Verträgen.

Zu schaffen machten auch Phishing-Mails: T-Online- und Amazon-Kunden, Inhaber einer Master-Card oder Nutzer von Pay-Pal-Konten hatten zuhauf unerwartete E-Mails erhalten, die angeblich von ihrem Anbieter stammten. Immer häufiger enthielt die digitale Post im Anschreiben die korrekten Namen.  „Das führte zu großer Unsicherheit bei den Betroffenen“, bilanziert Elvira Roth.
- Verbraucherzentrale -

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