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Vertrauliche Geburt

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Eine Schwangerschaft ist nicht in jedem Fall ein Grund zur Freude. Einige werdende Mütter befinden sich in einer Krise. Ein neues Gesetz soll ihnen den Weg in die Beratungsstelle erleichtern. Sie können auch anonym bleiben.

In der Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Schwangerschaft und Familienplanung des Kreises Unna finden Schwangere in Not ab sofort noch umfassender Rat und Hilfe, auch ohne ihren Namen preisgeben zu müssen. Möglich ist dies durch das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt, das am 1. Mai in Kraft getreten ist.

Was viele nicht wissen: Sie haben einen gesetzlichen Anspruch, sich zu allen Fragen rund um eine Schwangerschaft beraten zu lassen – kostenfrei und auf Wunsch anonym. Familiäre Probleme, finanzielle Schwierigkeiten oder das Alter: „Warum eine Frau ihren Namen lieber nicht nennen möchte, ist unwichtig. Das oberste Ziel ist es, Frauen in Not zu helfen“, sagt Jutta Damaschke aus der Beratungsstelle des Kreises. Zusammen mit ihrer Kollegin Jutta Hermann ist sie direkte Ansprechpartnerin für die Frauen. Gemeinsam werden gute Lösungen für die jeweilige individuelle Lebenslage gesucht.

Wenn kein anderer Weg gefunden wird, können Frauen ihr Kind medizinisch begleitet zur Welt bringen, ohne ihre Identität zu offenbaren. Die so genannte „vertrauliche Geburt“ soll riskante heimliche Geburten und Fälle, in denen Neugeborene ausgesetzt oder getötet werden, verhindern. Gleichzeitig hat das Kind später die Chance, seine Herkunft zu erfahren – ein Grundbedürfnis jedes Menschen. - PK -

        

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