Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Vorbeugung funktioniert

Seit zwei Jahren läuft das Modellprojekt „Kein Kind zurücklassen“. Jetzt zogen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Vertreter der Bertelsmann Stiftung und aus den Modellkommunen in Oberhausen eine Zwischenbilanz.

"Weiter so!", ermutigte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am Stand des Kreises Unna mit den beteiligten Kommunen Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Lünen, Selm, Unna und Werne. Bei einer Ausstellung in der Oberhausener Luise-Albertz-Halle präsentierten das Regionale Bildungsbüro des Kreises und Vertreter der Jugendämter das im Regionalen Bildungsnetzwerk entwickelte Übergangsprotokoll „Von der Kita in die Schule“.

Das Protokoll hilft den Kita-Kräften, den Eltern und den Lehrkräften in der Grundschule. Durch eine einheitliche Dokumentation im Kreis Unna soll auch über Kita-, Schul- und Stadtgrenzen hinweg jedem Kind ein gleitender Übergang ermöglicht werden. Außerdem wird die Kooperation zwischen Kitas und Grundschulen verstärkt. Dieses spiegelt in hohem Maße die Forderung von Ministerpräsidentin Kraft wider: „Wichtig ist, dass Förderung aufeinander aufbaut.“

Das Land NRW hatte in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung zu der Zwischenbilanz eingeladen. Rund 450 Teilnehmer waren gekommen und verfolgten unter anderem eine Gesprächsrunde, in der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft betonte, wie wichtig der neue Präventionsansatz sei, denn: „Bislang sind die Menschen erst herbeigeeilt, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen war.“

Der neue Ansatz wird seit zwei Jahren in 18 Kommunen des Landes, darunter auch im Kreis Unna, erfolgreich erprobt. Präventionsangebote bündeln, Ressourcen miteinander verknüpfen: So sollen Kinder und Familien unterstützt werden. Staatssekretär Bernd Neuendorf zieht Bilanz: „Vorbeugung funktioniert, wenn sie an Regeleinrichtungen angedockt wird.“ – PK –

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