Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Amtsapothekerin Birgit Habbes - Vorsicht bei Muskelaufbaupräparaten

Foto: Stephanie Hofschlaeger - pixelio.de

Beim Kauf und bei der Anwendung von Produkten, die einen raschen und starken Muskelaufbau versprechen, ist Vorsicht geboten. Darauf weist die Amtsapothekerin des Kreises Unna, Birgit Habbes, hin. Etliche Präparate, die häufig im Internet oder in Zeitschriften angeboten werden, sind in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen. Zudem unterliegen sie keiner Qualitätskontrolle durch amtliche Überwachungsbehörden.

 

„Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Produkte, die über das Internet bezogen und als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet werden, Anabolika enthalten, die aber nicht als Inhaltsstoffe angegeben waren“, warnt die Amtsapothekerin.

Hormone und haben vielfältige Wirkungen

Anabolika sind sehr wirksame Hormone und haben vielfältige Wirkungen aufden menschlichen Organismus. Sie beeinflussen den Aufbaustoffwechsel (Anabolismus) des menschlichen Körpers, insbesondere durch die Förderung des Eiweißaufbaus. Als Anabolika gelten das männliche Sexualhormon Testosteron oder vergleichbar wirkende Substanzen. Anabolika werden auch häufig zu Doping-Zwecken verwendet. Einer Zunahme der Muskelmasse stehen unterschiedliche, zum Teil schwerwiegende Nebenwirkungen der Anabolika gegenüber.

Gefährliche Nebenwirkungen

Charakteristische Nebenwirkungen dieser Substanzen sind Akne, Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen und Leberschäden. Beim Mann können sie zu Hodenatrophie (Schrumpfung des Hodens) und Unfruchtbarkeit führen. Bei Frauen kann eine Einnahme zu vermehrter Körperbehaarung, zu Veränderungen des Menstruationszyklus und der Stimmlage führen. Bei Kindern im Wachstumsalter ist ein vorzeitiger Verschluss der Knochenwachstumsfugen mit Wachstumsstillstand möglich.

„Verbraucher, die Muskelaufbaupräparate zu sich nehmen wollen, sollten sich unbedingt über deren genaue Zusammensetzung informieren. Bei Zweifeln oder unzureichenden Auskünften sollte auf die Einnahme dieser Präparate verzichtet werden“, so Birgit Habbes vom Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Unna.
- PK -

 

Blick in die Presse