Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Regionalkonferenz zur Kindertagesbetreuung - „Vom Kind her denken lernen“

Kinder zu fördern und dabei die Formalitäten und Finanzen zu beachten - darum ging es im Kern bei der dritten Regionalkonferenz zur Kindertagesbetreuung, zu der der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ins Kreishaus Unna geladen hatte.

Wie organisieren wir Kindertagesbetreuung am besten, damit z.B. die Sprachförderung so gut wie möglich klappt? Dieser Frage gingen die versammelten Fachleute aus dem südlichen Westfalen nach. Neben Referaten mit theoretischem Input, ging es auch um den Austausch praktischer Erfahrungen.

Gesamtgesellschaftliche Debatte zur Kinderbetreuung

Jugend- und Sozialdezernent Torsten Göpfert sprach dabei für alle, als er daran erinnerte, dass das Thema Kinderbetreuung seit gut 15 Jahren nicht mehr als privat zu lösendes Problem verstanden, sondern als gesamtgesellschaftliche Debatte geführt wird.

Der Kreisdezernent verwies weiter darauf, dass mit dem Wandel des Frauen- und Familienbildes auch immer wieder neue Herausforderungen einher gingen: „Gut ausgebildete Frauen wollen und sollen arbeiten, ohne auf Familie verzichten zu müssen. Das setzt entsprechende Kinderbetreuungsangebote, Bündnisse für Familie und ein Umdenken in Firmen voraus.“

Parallel dazu müsse sichergestellt werden, dass die Förderung und Bildung von Kindern keine Frage des Geldbeutels bleibe. „Hier setzen wir durch unsere 2012 begonnene Teilnahme an dem Landesmodellvorhaben „Kein Kind zurücklassen!“ deutliche Signale in Sachen Präventionsarbeit“, nannte Torsten Göpfert einen aktuellen Schwerpunkt der Familienpolitik im Kreis Unna.

Projekt „Brücken für Familien“ bricht alte Handlungsmuster auf

Der Projektbeitrag des Kreises - „Brücken für Familien“ - wahrt die Eigenständigkeit der sieben Jugendämter im Kreis und standardisiert gleichzeitig die ressortübergreifende Zusammenarbeit der Verwaltungen. „Wir wollen noch mehr „vom Kind her“ denken und bekannte Denkweisen und Handlungsmuster aufbrechen, denn nur wenn Kinder sich gut entwickeln, entwickelt sich unsere Gesellschaft gut“, wusste sich Göpfert mit den anderen Konferenzteilnehmern einig.
- Constanze Rauert -

Blick in die Presse