Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Kreisseniorenkonferenz im NRW-Landtag - Mehr barrierearm Bauen

Politik hautnah erleben: Dies konnten acht Delegierte der Kreisseniorenkonferenz Kreis Unna während der letzten Plenarwoche im NRW-Landtag. Im Mittelpunkt stand ein überparteilicher Meinungsaustausch mit allen heimischen Landtagsabgeordneten.

Die Initiative zu dem Besuch war vom Vorstand der Kreisseniorenkonferenz (KSK) ausgegangen, vor Ort begrüßte Hartmut Ganzke (SPD) die Senioren und bedankte sich auch im Namen der anderen Abgeordneten für das Interesse an dem gemeinsamen Austausch.

Erstmals Gespräch mit allen heimischen Abgeordneten

„Dass dieses Gespräch mit allen Landtagsabgeordneten aus dem Kreis zustande gekommen ist, ist für uns schon etwas besonderes“, unterstrich Hans-Jürgen Allendörfer, Vorsitzender der Kreisseniorenkonferenz und Initiator dieses ersten Gesprächs mit den fünf heimischen Mandatsträgern.

Herbert Goldmann (Bündnis90/Die Grünen), Ina Scharrenbach (CDU), Rainer Schmeltzer (SPD), Susanne Schneider (FDP) und Rüdiger Weiß (SPD) gaben einen einführenden Einblick in ihre jeweilige Landtagstätigkeit. Die Kreis-Seniorenvertreter stellten ihrerseits ihre Seniorenorganisation bzw. Kommune vor, aus deren Mitte sie 2014 als stimmberechtigtes Mitglied in die neue Kreisseniorenkonferenz entsandt worden sind.

Keine schnelle Lösung für E-Scooterbeförderung

Dann begann der themenorientierte Austausch. In Sachen E-Scooterbeförderung im Öffentlichen Personenverkehr war man sich nach kurzer Diskussion einig in der Einschätzung, dass eine schnelle Lösung wegen eines noch ausstehenden, vom Land in Auftrag gegebenen Gutachtens nicht zu erwarten ist. Auch zu dem Thema Einbindung der Seniorenvertretungen auf kommunaler Ebene fand ein reger Austausch um die Frage verbesserter Mitwirkungsmöglichkeiten für die ältere Generation statt.

Dass auch im Bereich des barrierearmen Bauens noch einiges getan werden kann, dies zeigten die Delegierten konkret am Beispiel von sehbehinderten Senioren auf. Eine Lösung sieht der Blinden- und Sehbehindertenverband in optisch kontrastreicheren Gebäuden und Gebäudeanstrichen.

Praxistests zeigten, dass sich die Orientierung von Sehbehinderten im Alter damit verbessern lässt. Solche Maßnahmen würden das Bauen zudem nicht automatisch verteuern und auch anderen von Sehbehinderung betroffenen Menschen zu Gute kommen.
- Anna Musinszki -

Blick in die Presse