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Jahresbilanz 2014 - Zahl der Betreuungen gesunken

Foto: Dennis Treu - Kreis Unna

Manchmal geht es nicht allein. Aber was tun, wenn jemand wegen einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen kann? Hier weiß die Betreuungsstelle des Kreises Unna Rat.

Sie ist für das gesamte Kreisgebiet mit Ausnahme der Städte Lünen und Unna und damit für rund 260.000 Einwohner zuständig. Im vergangenen Jahr verzeichnete sie einen leichten Rückgang der Betreuungszahlen: Im Jahr 2014 standen hier rund 3.650 Menschen (2013: 3.750) unter Betreuung.

Familienangehörige setzen sich ein

Mit rund 2.000 werden über die Hälfte dieser Betreuungen von Familienangehörigen übernommen, rund ein Drittel (rund 1.200 Fälle) entfällt auf die Berufsbetreuer. Durch die Vereinsbetreuer der sechs im Kreisgebiet ansässigen Betreuungsvereine werden knapp 10 Prozent (ca. 325 Personen) betreut, während rein ehrenamtliche Betreuer rund 3 Prozent (rund 125 Personen) aller in der Zuständigkeit der Betreuungsstelle des Kreises Unna geführten Betreuungen ausmachen.

Umfangreiches Beratungsangebot

Ehrenamtliche Betreuer können auf Rat und Fortbildungen durch die vor Ort ansässigen Betreuungsvereine und die drei Betreuungsstellen im Kreis Unna setzen. Sie sind eng miteinander vernetzt und bieten ein umfangreiches Beratungsangebot: Pro Jahr gibt es kreisweit bis zu 100 Veranstaltungen, die sich rund um das Thema Betreuung drehen. Informationen zu diesen Veranstaltungen gibt es in einem halbjährlich erscheinenden Veranstaltungskalender der Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsstellen und Betreuungsvereine im Kreis Unna.

„Der persönliche Kontakt und die mitmenschliche Beziehung zum Betreuten haben einen zentralen Stellenwert“, erläutert Sandra Waßen, Leiterin des Fachbereichs Familie und Jugend des Kreises. „Menschen, die Hilfe und rechtliche Vertretung benötigen, sollen diese Unterstützung ganz individuell erhalten.“
- Birgit Kalle -

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