Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Zwischen Passion und Kalkül

Unter dem Titel „Zwischen Passion und Kalkül“ sind ab 13. April bis zum 17. August mehr als 100 Werke aus der Sammlung Frank Brabant in den kreiseigenen Ausstellungsräumen auf Haus Opherdicke in Holzwickede zu sehen. Mit der aktuellen Schau erfüllt sich ein lange gehegter Wunsch des Sammlers Frank Brabant, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Kunstwerke der Neuen Sachlichkeit zu lenken.

Der Begriff „Neue Sachlichkeit“ wurde 1925 durch Gustav Friedrich Hartlaub, Direktor der Städtischen Kunsthalle Mannheim, für eine vielbeachtete Ausstellung gleichen Titels eingeführt.

Es handelt sich hierbei um eine Kunstströmung, deren Schwerpunkt in der Zeit der Weimarer Republik von 1918 bis 1933 liegt und die mit ihrer klaren, schlichten Formensprache, dem strengen Bildaufbau sowie einer möglichst wirklichkeitsgetreuen Wiedergabe der Realität als Gegenbewegung zum Expressionismus betrachtet wird.

Neben Künstlern wie August Wilhelm Dressler, Karl Hofer, Alexander Kanoldt, Otto Möller, Ulrich Neujahr oder Gerta Overbeck-Schenk, die gesellschaftspolitische Themen eher mieden und einen zeitlos-idyllischen Stil bevorzugten, gab es auch jene, die sozialkritische Bildthemen aufgriffen.

Zu den wichtigsten Vertretern gehören Otto Dix, Walter Gramatté, George Grosz, Karl Hubbuch und Rudolf Schlichter. Ausgehend vom Verismus über den Klassizismus bis hin zum Magischen Realismus zeigt die Ausstellung des Kreises auf Haus Opherdicke einen repräsentativen Querschnitt. - Sigrid Zielke, M.A. -

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