Markt Kamen | Foto: Kreis Unna

Bus & Bahn | ÖPNV

Bus & Bahn | ÖPNV

Bus und Bahn

Der Kreis Unna ist durch entsprechende Gesetzgebung als Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Kreis Unna zuständig. Zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben gehören neben der Aufstellung des Nahverkehrsplanes auch z.B. die Förderung von Linienbussen oder die Finanzierung des Schülerverkehrs. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt liegt in der Entwicklung und Durchführung von Strategien, Konzeptionen und Aktivitäten mit dem Ziel, den ÖPNV für Jedermann attraktiver, sicherer und komfortabler zu machen. Besondere Bedeutung kommt hier den Bereichen Service, Barrierefreiheit und Klimaschutz zu.

Serviceangebote

fahrtwind ist die Servicezentrale für den Kreis Unna und Ihr Ansprechpartner in allen Fragen rund um Bus und Bahn. Hier erfahren Sie die besten Verbindungen von A nach B und erhalten Informationen zum günstigsten Ticket. Alle Fahrpläne, Abfahrtzeiten und Preise finden Sie auf der Homepage, über die fahrtwind-App oder mit persönlicher Beratung in den Servicecentern Kamen oder Lünen, sowie per Telefon. Dieses Angebot gilt für alle Städte und Gemeinden und alle Verkehrsunternehmen im Kreises Unna. In den Servicecentern erhalten Sie zusätzlich auch kostenlose Informationen, Broschüren und Karten zu touristischen Angeboten wie Rad- und Wandertouren und sehenswerten Orten im Kreis Unna. 

Busfahren muss jeder lernen. Genauso wie jeder Laufen, Fahrrad fahren und Auto fahren gelernt hat. Deshalb gibt es das Projekt NimmBus. NimmBus ist für  jedes Alter da. „Vom Roller bis zum Rollator“. Unter diesem Motto macht das Projekt unterschiedlichste Zielgruppen fit für den Bus. Seit 2010 führt die VKU NimmBus im Auftrag des Kreises Unna durch.

Der Kreis Unna beauftragt die VKU seit 2013 mit der Durchführung des Projektes JederBus. Zielsetzung ist es, das Bus fahren für Menschen mit Beeinträchtigungen einfacher zu machen.
Dazu arbeitet JederBus eng mit Einrichtungen, Behindertenbeiräten, Selbsthilfegruppen, Vereinen und Förderschulen zusammen.

Tarife und Tickets

Innerhalb des Kreises Unna sowie aus den umliegenden Kreisen Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, den Kreisen Coesfeld, Warendorf und Soest und den Städten Münster und Hamm, gilt der WestfalenTarif mit einem einheitlichen  Ticketangebot in Westfalen-Lippe. Zusätzlich gilt der Westfalentarif auch bis Dortmund im Übergangsverkehr in den VRR-Tarifraum (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr).

Mit einem VRR-Ticket sind aus dem westlichen  VRR-Raum (z.B. Dortmund, Bochum, Essen etc.) im Übergangsverkehr   folgende Städte des Kreises Unna zu erreichen: Bergkamen, Lünen, Kamen, Unna, Schwerte sowie die Gemeinde Holzwickede.

 

Der WestfalenTarif verfügt über ein vielseitiges Ticketangebot. Die Angebote richten sich nach dem Bedarf der Fahrgäste. Gelegenheitsfahrer, die nur ab und zu mit dem Nahverkehr unterwegs sind, können z.B. zwischen EinzelTicket, 4erTicket, 10erTicket oder Tagestickets wählen. Für regelmäßige Nutzer von Bus und Bahn bieten sich Zeitkarten wie Monatstickets oder spezielle Abonnements an, wie z.B. für Schüler das FlashTicket.

Ticketarten

Vorverkaufsstellen 

Spezielle Ticketangebote: FlashTicket  | Sozialticket 

 

Nahverkehrsplanung

Der Kreis ist Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr und istdadurch zuständig für die Aufstellung des Nahverkehrsplanes sowie dessen Fortschreibung. Darin wird für die nächsten Jahre der Umfang des ÖPNV-Angebotes (z.B. Taktfolgen, Bedienungszeiträume, Anschlüsse, Qualitätsstandards bei Personal und Fahrzeugen) festgelegt. Auch zur Tarifstruktur werden Aussagen gemacht.

Die aktuelle Fortschreibung (2017-19) richtet den Fokus besonders auf die Verbesserung des Bus-Angebotes, die Erweiterung der Qualitätsstandards und die Barrierefreiheit.

Nahverkehrsplanfortschreibung 2017-2019 

Link zum Kreistagsbeschluss DS 040/19


Archiv:

Nahverkehrsplan-Teil-Fortschreibung 2015/2016

Nahverkehrsplanfortschreibung 2013

„Der Nahverkehrsplan hat die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen, für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen. […]“ Bundesrepublik Deutschland, Personenbeförderungsgesetz, § 8 Absatz 3 (Auszug)

Der Nahverkehrsplan hat durch dieses Gesetz die Funktion, den weiteren Bedarf bei der Barrierefreiheit des öffentlichen Personennahverkehrs mit Einzelbausteinen wie Haltestellen, Fahrzeugen und Information zu strukturieren, Umsetzungsperspektiven aufzuzeigen und diePrioritätenreihung für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen bis 2022 zu erarbeiten. ( Kap. 7.8.2 Schwerpunkt Barrierefreiheit - Auszug aus dem aktuellen Nahverkehrsplan)

Als Hilfestellung zum barrierfreien Umbau bietet der Kreis Unna verschiedene Medien an:

 

ÖPNV - Förderung

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den öffentlichen Personennahverkehr mit einer Pauschale nach § 11 Abs. 2 ÖPNVG NRW – auch ÖPNV-Pauschale genannt.

Ziel ist es, den ÖPNV stetig weiter zu verbessern und ihn für jedermann attraktiv und umweltfreundlich zu gestalten. So können aus Mitteln der ÖPNV-Pauschale u.a. verschiedene Projekte der Verkehrsunternehmen im Kreis Unna (wie z. B.: Marketing, besondere Fahrgastinformationen und fahrzeugbezogene Maßnahmen) initiiert und weiterentwickelt werden.

Um die Fördermittel an die Verkehrsunternehmen auszureichen, hat der Kreis Unna eine Förderrichtlinie entwickelt. Kernpunkte der Richtlinie sind drei wesentliche Themen:

  • Förderung besonderer Qualitätsstandards der Fahrzeuge
  • Förderung von „jungen“ Fahrzeugen mit einem niedrigem Alter
  • Servicequalitäten – sonstige Vorhaben

 

Formulare & mehr

Richtlinie des Kreises Unna zur Förderung der Servicequalitäten im ÖPNV vom 15.10.2013 (pdf)

Vorhabensplan 2020 (pdf) – ab April 2020

 

 

In § 11 a ÖPNVG NRW ist die Ausbildungsverkehrspauschale gesetzlich geregelt. Diese Landespauschale wird den Aufgabenträgern jährlich gewährt. Mit den zur Verfügung stehenden Mittel können ungedeckte Kosten, die den Verkehrsunternehmen im Ausbildungsverkehr entstehen, ausgeglichen werden.

Unter dem Begriff „Ausbildungsverkehr“ versteht man die Beförderung von Schüler*innen und Auszubildenden zur Schule oder zum Ausbildungsplatz.

87,5% der Ausbildungsverkehrspauschale sind durch den Kreis Unna an die Verkehrsunternehmen, die Leistungen im Ausbildungsverkehr erbringen, auf Antrag auszureichen. Die restlichen 12,5 % der Pauschale stehen dem Kreis Unna für Verwaltungstätigkeiten, Weiterentwicklungen und Qualitätsverbesserungen im Ausbildungsverkehr zur Verfügung (z. B.: Projekt NimmBus).

Allgemeine Satzung & Änderungen:

Bis zum 31.12.2019 wurde die Ausbildungsverkehrspauschale auf Grundlage der „Allgemeinen Vorschrift“ an die Verkehrsunternehmen weitergeleitet. Im Rahmen des öffentlichen Dienstleistungsauftrages (ÖDA), sollen dieses Landesmittel jedoch ausschließlich für Verkehre eingesetzt werden, die durch den Kreis Unna bestellt worden sind. Daher wurde die „Allgemeine Vorschrift“ mit Wirkung zum 01.01.2020 außer Kraft gesetzt.

Aus Vertrauensschutzgründen sehen die erste und zweite Änderungssatzung jedoch Übergangsregelungen für Verkehrsunternehmen vor, dessen eigenwirtschaftliche Liniengenehmigungen bestandskräftig sind.

 

Der Kreis Unna ist gemäß Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen (ÖPNVG NRW) zuständiger Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Gemäß Artikel 7 Abs. 1 der Verordnung (EG) NR. 1370/2007 ist der Aufgabenträger verpflichtet, einmal jährlichen einen Gesamtbericht über die in den Zuständigkeitsbereich fallenden gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen, die ausgewählten Betreiber eines öffentlichen Dienstes sowie die diesen Betreibern zur Abgeltung gewährten Ausgleichsleistungen und ausschließlichen Rechte zu veröffentlichen.

Gesamtbericht gemäß Artikel 7 Abs. 1 VO (EG) Nr. 1370/2007 für das Jahr 2019

Schienenpersonennahverkehr

Seit seiner Gründung im Januar 2008 ist der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) dafür zuständig, gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dem Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) als Aufgabenträger den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in NRW zu organisieren.

Die ÖPNV-Infrastrukturförderung versetzt den NWL in die Lage, die Entwicklung des Nahverkehrs im westfälischen Raum ganzheitlich und nachhaltig weiterzuentwickeln und zu steuern. Durch die Verzahnung von Planung und Förderung von Infrastruktur und SPNV-Betrieb entsteht die Chance, aus kommunaler Struktur heraus eine einheitliche Nahverkehrsstrategie zu entwickeln. Koordiniert wird die ÖPNV-Infrastrukturförderung im NWL durch die Geschäftsstelle in Münster.

Gemäß des Gesetzes über den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNVG NRW) fördert der NWL mit vom Land NRW zur Verfügung gestellten Mitteln Maßnahmen im Bereich der ÖPNV-Infrastruktur.

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Ruhr-Lippe (ZRL) wurde am 7. November 1995 gegründet. Er besteht aus den fünf Gebietskörperschaften: Stadt Hamm, Kreis Unna und Kreis Soest, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis und ist Mitglied des NWL. Der ZRL bildet im Raum Ruhr-Lippe die Schnittstelle zwischen dem NWL als Aufgabenträger SPNV und dem ÖPNV. 

Mobilitätsgarantie

Bei Verspätungen oder Ausfällen können Fahrgäste bereits seit 2010 die Mobilitätsgarantie NRW nutzen, die sich auf alle Verbundtarife in NRW und den NRW-Tarif bezieht. Das bedeutet: Wenn sich Bus oder Bahn um 20 Minuten oder mehr an der Abfahrtshaltestelle verspäten, können Sie alternativ mit einem Fernverkehrszug oder dem Taxi fahren.  Die Gewährung der Mobilitätsgarantie mit einer landesweit einheitlichen Serviceleistung ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden.


Schlichtungsstelle Nahverkehr

Die Schlichtungsstelle Nahverkehr ist eine unabhängige Einrichtung des Vereins Schlichtungsstelle Nahverkehr e.V.. Dem Verein gehören die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen sowie Verkehrsunternehmen aus Nordrhein-Westfalen an.Verbraucher oder Verkehrsunternehmen können sich an die Schlichtungsstelle Nahverkehr wenden, wenn sie wegen eines Vorfalls im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs in Nordrhein-Westfalen im Streit liegen (Bus, U-Bahn, Straßenbahn, Eisenbahn).

Die Schlichtungsstelle wird jedoch nur tätig, wenn keine Klärung einer Streitigkeit zwischen Verkehrsunternehmen und dem Verbraucher/der Verbraucherin erzielt worden ist. Im Falle eines Anliegens bzw. einer Beschwerde muss sich immer zunächst an das jeweilige Verkehrsunternehmen/an den jeweiligen Verbraucher gewendet werden. Erst wenn dies nicht zu einem  akzeptablen Ergebnis geführt hat, ist die Schlichtungsstelle Nahverkehr zu kontaktieren.

Kurzlink
https://www.kreis-unna.de/x/m2-43a800

Auskunft

Klaus-Peter Dürholt
Fon 0 23 03 / 27-22 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
kp.duerholt@kreis-unna.de

Birgit Heinekamp
Fon 0 23 03 / 27-21 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
birgit.heinekamp@kreis-unna.de

Stefanie Grunau
Fon 0 23 03 / 27-15 61
Fax 0 23 03 / 27-22 96
stefanie.grunau@kreis-unna.de