X
Überschwemmungsgebiete Kopfzeile

Überschwemmungsgebiete

Überschwemmungsgebiete

Überschwemmungsgebiete sind Flächen im und am Gewässer, die bei einem Hochwasserereignis überstaut werden. Die Festsetzung von gesetzlichen Überschwemmungsgebieten erfolgt für Ereignisse, die statistisch gesehen einmal in hundert Jahren auftreten (sogenanntes HQ 100).

Im Kreis Unna sind an insgesamt 18 Fließgewässern (u.a. Lippe, Ruhr, Seseke, Stever) Überschwemmungsgebiete festgesetzt. Die formale Ausweisung erfolgt durch die zuständige Bezirksregierung.

Grundsätzlich dürfen in Überschwemmungsgebieten keine Veränderungen ohne wasserrechtliche Genehmigung vorgenommen werden. Dies betrifft neben Neuerrichtung und Veränderung baulicher Anlagen auch eine Veränderung der Flächenbewirtschaftung (Umbruchverbot) bis hin zu Baum- und Strauchpflanzungen im Hochwasserabflussprofil.

Hochwasserschutz ist ein wichtiges Thema, das europaweit eine entscheidende Rolle in vielen verschiedenen Bereichen spielt. So gab und gibt es bereits über die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten hinaus Ansätze, Schäden durch Hochwasser für die menschliche Gesundheit, Wirtschafts- und Kulturgüter zu vermeiden bzw. weitmöglich zu reduzieren.

Da Hochwasser nicht an Bezirks- oder Landesgrenzen festgemacht werden kann und somit eine länderübergreifende Koordination und Zusammenarbeit erforderlich ist, hat die EG mit Erlass der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (EG-HWRM-RL) eine für alle Mitgliedsstaaten verbindliche Gesetzesgrundlage geschaffen. Die EG-HWRM-RL ist in 2007 in Kraft getreten und mit der Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) in nationales Recht umgesetzt worden und seit 2010 in Kraft.

Die Umsetzung erfolgt in drei Schritten. Bis Ende 2011 erfolgte eine Einstufung der Fließgewässer entsprechend ihres Hochwasserrisikos als Risikogewässer. Bis Ende 2013 sind die Hochwassergefahren- und Risikokarten mit Darstellung der jeweils überfluteten Flächen und der entsprechenden Flächennutzung fertigzustellen und zu veröffentlichen. Gleichzeitig sind die Überschwemmungsgebiete neu festzusetzen. Die eigentliche Hochwassermanagementplanung, in der Maßnahmen zur Risikobewältigung zu identifizieren sind, ist bis Ende 2015 fertigzustellen und zu veröffentlichen.

Diese Hochwassermanagementplanung ist alle 6 Jahre fortzuschreiben. Nähere Informationen zu dem Thema finden sich im Internet unter folgendem Link:www.flussgebiete.nrw.de
Nach EG-HWRM-RL sind zusätzlich zu dem HQ 100 auch Extremereignisse abzubilden, die statistisch gesehen nur einmal in 1000 Jahren eintreten (sogenanntes HQ 1000).

Für die Gewässer I. Ordnung auf dem Gebiet des Kreises Unna wurden in der Vergangenheit bereits sogenannte Hochwasseraktionspläne aufgestellt. Diese finden sich hier:


Formulare & mehr

Antrag zur Errichtung von Anlagen am Gewässer (PDF)

Auskunft

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Unna | Bönen
Thomas Averbeck
Fon 0 23 03 / 27-16 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
thomas.averbeckkreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Holzwickede | Kamen
Blanka Göbel
Fon 0 23 03 / 27-18 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
blanka.goebelkreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Bergkamen | Werne
Christian Makala
Fon 0 23 03 / 27-29 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
christian.makalakreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Fröndenberg/Ruhr | Schwerte
Randolf Gill
Fon 0 23 03 / 27-19 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
randolf.gillkreis-unnade

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Lünen | Selm
Josef Kodura
Fon 0 23 03 / 27-15 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
josef.kodurakreis-unnade

Genehmigungsverfahren

Weitere Informationen und Kontaktdaten

Inga Henke
Fon 0 23 03 / 27-22 69
Fax 0 23 03 / 27-12 97
inga.henkekreis-unnade