Integrationsangebote im Überblick

21 Prozent der Bevölkerung im Kreis Unna hat eine Zuwanderungsgeschichte. Der Kreis Unna arbeitet mit dem Kommunalen Integrationszentrum daran, Menschen mit Migrationshintergrund dauerhaft in die Gesellschaft einzubeziehen.

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KI - Kreis Unna Horstmann, Matthias

Als eins von insgesamt 54 Kommunalen Integrationszentren in NRW steht es allen Einrichtungen des Gemeinwesens im Kreis Unna, den ehrenamtlichen Initiativen und den Migrantenselbstorganisationen mit einem interdisziplinären Team partnerschaftlich zur Seite. Weiterhin berät und unterstützt das KI alle neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach einem geeigneten Schulplatz.



Aktuelles aus der Integrationsarbeit


Integrationsangebote im Überblick

Zugewanderte können viele verschiedene Integrationsangebote nutzen. Es gibt Angebote für alle: Zum Beispiel für Eltern, Kinder oder junge Erwachsene in Duldung. Hier finden Sie eine Übersicht: 

Rucksack KiTa

Das Programm „Rucksack KiTa“ richtet sich an Familien mit Migrationshintergrund und ihre Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren, die eine Tageseinrichtung besuchen sowie an die Kindertageseinrichtungen, die von diesen Kindern besucht werden.

Das Besondere hierbei: Die Kinder werden von den Eltern in der Familiensprache und von den Erzieherinnen und Erziehern parallel in der deutschen Sprache anhand von Themen wie z.B. „Körper“, „Kindertageseinrichtung“, „Familie“ gefördert.

Die Rucksackmaterialien sind in 15 Sprachen erhältlich.

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Rucksack KiTa

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Rucksack Schule

Das Programm Rucksack Schule, ein Konzept zur koordinierten Sprachförderung und Elternbildung, richtet sich an Kinder mit Zuwanderungsgeschichte im ersten bis vierten Grundschuljahrgang und ihre Eltern.

Rucksack Schule verbindet den Klassenunterricht mit dem herkunftssprachlichen Lernen und der Elternbildung. Ausgewählte Themen werden im gleichen Zeitfenster mit den Kindern und den Eltern besprochen; eine zweisprachige Elternbegleiterin sensibilisiert dabei die Eltern, die Sprachentwicklung ihrer Kinder durch die gesamte Grundschulzeit hindurch zu begleiten.

Das Materialpaket liegt in 16 Sprachen vor.

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Rucksack Schule

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Materialien zum Programm Rucksack Schule (Passwortgeschützt)

Gemeinsam durchstarten

Junge Geflüchtete mit dem Rechtsstatus Duldung oder Aufenthaltsgestattung leben häufig in sehr prekären Situationen. Geduldete sind ausreisepflichtig, können jedoch aus verschiedenen Gründen nicht abgeschoben werden. Gestattete befinden sich im Asylverfahren. Aufgrund ihres Rechtsstatus‘ sind sie von vielen Angeboten und Unterstützungsleistungen der Regelinstitutionen ausgeschlossen und leben mitunter mehrere Jahre perspektivlos in Deutschland.

Die NRW-Landesinitiative Durchstarten in Ausbildung und Arbeit möchte den Geflüchteten im Alter von 18 bis 27 Jahren Möglichkeiten und Perspektiven für die Zeit in Deutschland bieten. Hierzu setzen Wohlfahrtsverbände in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna vier Förderangebote für die Zielgruppe um:

  • persönliches Coaching
  • Deutsch lernen und Ausbildungsberufe praktisch kennen lernen
  • Nachhilfe und Deutschförderung neben Ausbildung und Beruf
  • Nachhilfe und Deutschförderung für Ausbildungen im Gesundheitswesen

In Ausnahmefällen und bei entsprechenden Bedarfen können auch Zugewanderte außerhalb der o. g. Zielgruppe die Förderangebote in Anspruch nehmen.

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) und vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS).

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Gemeinsam Durchstarten

Go-In - Integration in die Schule

Go-In ist die schulische Integration von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern. Wir nutzen in der Erstberatung individuelle Verfahren und Strukturen, damit neu zugewanderte schulpflichtige Kinder und Jugendliche möglichst schnell ihrem Potenzial entsprechend einen Schulplatz erhalten.

Im persönlichen Beratungsgespräch informieren wir die neu zugewanderten Familien über das Schulsystem und schätzen das Potenzial und den Bildungsstand des jeweiligen Kindes ein. Darauf aufbauend erfolgen die Empfehlung einer geeigneten Schulform und die Kontaktaufnahme zur künftigen Schule.

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Go-In - Integration in die Schule

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Binogi: mehrsprachiges, digitales Lernportal die 5.-10. Klassen

Erfassungsbögen auf mehreren Sprachen

Griffbereit

Das Programm Griffbereit ist eine mehrsprachige angeleitete Spielgruppe für Mütter und Väter mit ihren Kindern im Alter von 1 bis 3 Jahren. Ziel ist die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung, der Sprachkompetenzen der Kinder und des kulturellen Miteinanders.

Das Besondere hierbei: Alle Spiele, Lieder und Aktivitäten werden auf Deutsch und in der Herkunftssprache durchgeführt. Die Materialien sind in 15 Sprachen erhältlich.

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Griffbereit

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Elternschule

Die Elternschule ist ein Konzept zur Elternbildung in der Grundschule. Es richtet sich an Eltern mit Zuwanderungsgeschichte und hat die Optimierung der sprachlichen und allgemeinen Bildung der Kinder durch das Elternhaus zum Ziel. Weiterhin trägt die Elternschule zur Stärkung der Erziehungskompetenzen bei und beteiligt die Eltern am Schulleben.

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Elternschule

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FIT in Deutsch

Das Konzept des FerienIntensivTrainings (FIT) für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler verfolgt das Ziel eines individuellen Lernzuwachses in der deutschen Sprache, um die Kommunikations- und Handlungsfähigkeit zu steigern. Das Angebot zielt nicht darauf ab, ein höheres Sprachniveau zu erreichen. Vielmehr geht es um die Vertiefung des bereits in der Schule Gelernten unter Nutzung ausgewählter digitaler Medien.

Dieses Unterstützungsangebot soll während der Oster-, Herbst- oder Sommerferien in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden angeboten werden und ist für die teilnehmenden Kinder und Jugendliche kostenfrei.

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FIT in Deutsch

Demokratieförderung

Im Themenbereich Demokratieförderung und Antirassismusarbeit bringt der Kreis Unna mit verschiedenen Veranstaltungs- und Beratungsangeboten seine klare Haltung für ein demokratisches Grundverständnis und gegen Rassismus zum Ausdruck.

Als Regionale Koordinierungsstelle für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (SOR-SMC) beraten und begleiten wir Schülerinnen und Schüler, die sich für das Siegel an ihrer Schule engagieren. Bei der Werkschau CreaCourage können die Schulen ihre Aktivitäten einem größerem Publikum präsentieren.

Das Siegel SOR-SMC kann auch auf eine Stadt (PDF) übertragen werden. Als Servicestelle stehen wir Interessierten beratend zur Seite.

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Demokratieförderung

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Demokratieförderung

Eine starke, gelebte Demokratie braucht starke Bürgerinnen und Bürger sowie kreative Akteurinnen und Akteure vor Ort.

- Schirmherr Landrat a.D. Michael Makiolla

Deshalb setzen sich Städte und Gemeinden, Wohlfahrtsverbände, Initiativen, Schulen und zivilgesellschaftliche Aktive im Kreis Unna in einem Bündnis für die Förderung der Demokratie ein.

Zum „Mut machen! Erinnern! Handeln!“ fordert das Bündnis zum aktiven und präventiven Schutz der Demokratie und zur Partizipation auf.

Der gemeinsame Kampf gegen Extremismus, Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit steht im Vordergrund.

Informationen zu den vielfältigen Aktionen zum Thema sind im Nachrichtenportal unter dem Stichwort Integration zu finden.

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Padlet „Antisemintismus“

Kommunales Integrationsmanagement (KIM)

Die Vernetzung verschiedener Ämter und Akteure ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für gelingende Integrationsarbeit vor Ort, um Menschen mit Einwanderungsgeschichte zielgerichtet bei der Integration zu unterstützen. Ziel des ‚Kommunalen Integrationsmanagements Kreis Unna‘ (KIM) ist es darum, die Zusammenarbeit von Ämtern und Akteuren zu verbessern, um passgenaue Angebote für Menschen mit Einwanderungsgeschichte bereitzustellen.

Mittels eines individuellen Fallmanagements, einer Verweis- und Vermittlungsberatung, soll ein niederschwelliger Zugang zu allen integrationsrelevanten Dienstleistungen, von der Jugendhilfe, über das Jobcenter und der Bundesagentur bis hin zu den Angeboten der Freien Träger ermöglicht werden. Dabei stehen die Potenziale der Menschen im Vordergrund, nicht die Hindernisse. Handlungsleitend sind immer die besonderen Bedarfslagen der Menschen. Gleichzeitig werden durch das Fallmanagement Systembedarfe offengelegt und Optimierungsansätze ermöglicht.

Weitere Ziele von KIM im Kreis Unna sind die Förderung der Einbürgerung sowie die Umsetzung der Bleiberechte für Menschen mit besonderen Integrationspotenzialen. Dazu sind zusätzliche Stellen in den Ausländer- und Einbürgerungsbehörden im Kreis Unna eingerichtet.

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Kommunales Integrationsmanagement (KIM)

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Interkulturelle Schulentwicklung

Das KI Kreis Unna bietet für alle Schulen eine Beratung zu interkulturellen Schulentwicklungsprozessen durch ausgebildete und zertifizierte Beraterinnen an, dazu gehören zum Beispiel:

  • Beratungen zum Integrationsstellenerlass,
  • Beratungen zur individuellen Förderung und Lernprozessbegleitung,
  • Konzepte interkultureller Öffnung,
  • Ideen zur interkulturellen Unterrichtsentwicklung, sowie zu
  • Mehrsprachigkeit und
  • Durchgängiger Sprachbildung.

Digitale Schule - Interkulturelle Medienpädagogik „Schulformübergreifend“

DaZ-Material zur Nutzung in Schule in Zeiten des digitalen Unterrichtens.

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Interkulturelle Schulentwicklung

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Padlet zum Thema „Wortschatz

Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

Mit dem Projekt „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ (KoKoBiNz) soll ein Beitrag zur Transparenz in der Bildungslandschaft für Neuzugewanderte im Kreis Unna geschaffen werden.

In Folge erhöhter Zuwanderung in den vergangenen Jahren haben sich vielfältige Bildungsangebote für Neuzugewanderte entwickelt. Diese reichen von Sprach- und Integrationskursen über Beratungsangebote, z. B. Schwangerschaftsberatung, Rechtsberatung bis hin zu niederschwelligen Angeboten, z. B. Sprachpatenschaften durch ehrenamtlich Engagierte.

Weitere Daten dazu sind in der Mediathek zu finden.

Ehrenamt

Sie wollen sich ehrenamtlich engagieren? Hier finden Sie eine Übersicht der Projekte im Bereich Ehrenamt.

KOMM-AN NRW

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MKFFI

Zur Förderung der Integration von Flüchtlingen und Neuzugewanderten werden seit 2016 im Rahmen des landesgeförderten Programms »KOMM-AN NRW« in Kooperation mit den Städten und Gemeinden im Kreis Unna ehrenamtliche Initiativen finanziell und strukturell in ihrem Engagement unterstützt.

Ein besonderer Fokus wird auf die Zusammenarbeit und Vernetzung von haupt- und ehrenamtlichen Akteurinnen und Akteuren in den Kommunen gelegt. Ebenso wie auf die Förderung von Begegnungsmöglichkeiten und bedarfsorientierten Maßnahmen vor Ort. Dies führt zur Stärkung des freiwilligen Engagements und stellt sicher, dass die Ehrenamtlichen, zu denen mittlerweile auch viele Zugewanderte gehören, systematisch unterstützt, wertgeschätzt und koordiniert werden.

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KOMM-AN NRW

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Anmeldung für den »KOMM-AN NRW« Newsletter im Kreis Unna

Flüchtlingsrat

Ende April 1991 gründeten rund 300 Menschen in Unna den Flüchtlingsrat im Kreis Unna. Seitdem engagieren sich zahlreiche ehrenamtlich tätige Menschen für Flüchtlinge. Der Flüchtlingsrat im Kreis Unna versteht sich als eine unabhängige Interessenvertretung von Geflüchteten und als politisches Sprachrohr und Koordinationsgremium für Gruppen und Organisationen sowie für engagierte Einzelpersonen, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind.

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Flüchtlingsrat

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Sprachmittlerpool

Integration geht über Sprache. Doch wenn jemand neu im Land ist, kann das Gespräch zwischen Neuzugewanderten und Fachkräften aus öffentlichen Einrichtungen etwas kompliziert werden. Für solche Situationen gibt es Hilfe!

Für Einrichtungen

Wir qualifizieren Menschen mit guten Fremdsprachenkenntnissen, um sie für eine Übersetzungstätigkeit zu vermitteln. Diese können Gespräche (ohne Rechtsfolge) als neutrale Person begleiten und zur Überwindung von sprachlichen Hürden beitragen. Sprachmittlerinnen und Sprachmittler sind ab sofort auch für Gespräche am Telefon oder per Video buchbar.

Für Sprachmittler

Werden Sie Sprachmittlerin oder Sprachmittler!

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Sprachmittlerpool

Fragestunde für Ehrenamtliche

Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit im Kreis Unna setzen sich für die schnelle Integration von geflüchteten Menschen in ihren Kommunen ein. Im Rahmen dieses Engagements treten immer wieder neue Fragestellungen auf. Experten beantworten sie in der Fragestunde für Ehrenamtliche. 

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Fragestunde

Bildungspaten

Für interessierte Schulen

Schulen, die einen Bedarf an Bildungspatinnen und -paten bei sich feststellen, sind herzlich eingeladen diesen an das KI zu melden.

Für interessierte Bildungspatinnen und -paten

Bildungspaten machen Mut, fördern Talente und helfen, Freude beim Lernen zu haben. Insbesondere Kinder, die erst vor kurzem nach Deutschland gekommen sind, freuen sich über eine persönliche Unterstützung.

Sie haben etwas Zeit und Lust, Schülerinnen und Schüler ein Stück auf ihrem Weg durch die Bildungslandschaft zu begleiten? Dann werden Sie doch Bildungspatin oder Bildungspate.

Der Einsatzbereich der Patinnen und Paten ist weit gespannt. Er reicht von der Grundschule bis zum Berufskolleg. Wer mitmachen möchte und mindestens eine Stunde pro Woche Zeit hat, meldet sich beim KI. Nach einem persönlichen Informationsgespräch vermittelt das KI den Kontakt zur „Wunschschule“. Es steht den Bildungspatinnen und -paten mit Beratung, Austausch, Schulungen und Materialausleihe zur Seite.

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Bildungspaten

Integrationsräte und Migrantenorganisationen

In Deutschland gibt es viele Organisationen, in denen sich Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zusammenschließen. Die meisten Migrantinnen und Migranten sind auf lokaler Ebene in Vereinen (Religiöse Vereine und Religionsgemeinschaften, Arbeitnehmer-, Sport-, Eltern- und Kulturvereine etc.) engagiert und arbeiten ehrenamtlich. 

Im Kreis Unna gibt es ca. 70 Migrantenorganisationen. Immer häufiger werden sie zu wichtigen Partnerinnen von Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Sie vertreten außerdem die Interessen ihrer Mitglieder häufig in den Integrationsräten.

Im Kreis Unna haben folgende Städte einen Integrationsrat gebildet:

  • Bergkamen
  • Bönen
  • Kamen
  • Lünen
  • Schwerte
  • Unna

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Integrationsräte und Migrantenorganisation



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