Soziales:

Integration gelingt nur, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und gemeinsame Strukturen schaffen. Genau daran arbeitet das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) des Kreises Unna. Am 26. Februar kam die Lenkungsgruppe in Bergkamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu beraten und die Ergebnisse der Projektarbeitsgruppen zu präsentieren.

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Die Lenkungsgruppe vor der Ökologiestation in Bergkamen.
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Max Rolke Kreis Unna

Im Bereich Arbeitsmarkt wurde von einer erfolgreichen Arbeitgeberveranstaltung mit positiver Resonanz berichtet.

Zudem zeigen die gemeinsamen Beratungen von Jobcenter und Agentur für Arbeit in der Ausländerbehörde sehr gute Ergebnisse: Durch die enge Zusammenarbeit konnten konkrete Schritte in Richtung Beschäftigung eingeleitet werden.

Im Handlungsfeld Sprache sind erstmals mehrere berufsbezogene Sprachkurse für Auszubildende (Azubi-BSK) im Kreis Unna gestartet. Rund 50 Teilnehmende werden aktuell ausbildungsbegleitend gefördert – ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von Ausbildungserfolgen.

Die Arbeitsgruppe Schnittstelle entwickelte rechtskreisübergreifende Prozessabläufe und analysierte die Ankommenssituation von Zugewanderten im Kreis. Ziel ist es, Verfahren transparenter zu gestalten und Übergänge zwischen Behörden zu beschleunigen.

„Die Ergebnisse zeigen ganz konkret, welchen praktischen Nutzen das Kommunale Integrationsmanagement hat“, betont Şengül Ersan, Fachbereichsleiterin Zuwanderung und Integration. „Durch verbindliche Absprachen, kurze Wege und die gezielte Pilotierung neuer Projekte können wir Abläufe praxisnah erproben, weiterentwickeln und so schneller tragfähige Perspektiven für die Menschen schaffen.“

Austausch auf Landesebene

Ebenfalls Teil der Sitzung war ein Beitrag von Miriam Palazzi vom Referat KIM im Integrationsministerium NRW. Sie stellte die strategische Ausrichtung von „NRW.integrativ“ vor. Das Landesprogramm verfolgt – ähnlich wie der vom Bundesinnenministerium angekündigte „Sofort-in-Arbeit-Plan“ – das Ziel, Geflüchtete schneller in Beschäftigung zu bringen.

„Die Vernetzung, der Austausch und die gemeinsame Weiterentwicklung sind zentrale Bausteine unserer Arbeit“, betonte Dezernent Holger Gutzeit. „Im Kreis Unna setzen wir auf enge Abstimmung zwischen Kommunen, Behörden und weiteren Akteuren. Nur so lassen sich bürokratische Hürden abbauen und passgenaue Lösungen für die Menschen vor Ort schaffen.“

Neben der Vorstellung der Arbeitsgruppenergebnisse standen auch weitere Themen wie der Beratungspass, eine Angebotsübersicht im Kreis sowie die Einführung der KIM-Datenbank auf der Tagesordnung.

Mit den präsentierten Ergebnissen wird deutlich: Der Kreis Unna ist auf einem guten Weg, Integration durch strukturierte Zusammenarbeit, klare Prozesse und praxisnahe Angebote weiter zu stärken.

Mehr Informationen unter: www.kreis-unna.de/integration.

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Autor

Max Rolke - Kreis Unna

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