Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Tierschutz

Tierschutz

Die Hauptaufgabe im Bereich Tierschutz ist die Überprüfung von Tierhaltungen jeglicher Art (z.B. landwirtschaftliche Nutztierhaltungen, Heimtierhaltungen, Tiergehege, zoologische Handlungen) nach tierschutzrechtlichen und tierschutzfachlichen Kriterien sowie die Kontrolle von Tiertransporten und Schlachtbetrieben.

Überprüfungen erfolgen als risikoorientierte Stichprobe oder nach Hinweisen / Anzeigen von Bürgern oder Behörden wie z. B. der Polizei. Maßnahmen zur Beseitigung von Verstößen können von einer Anordnung zum Abstellen der Mängel bis hin zur Wegnahme von Einzeltieren oder ganzer Tierbestände mit Untersagung der Tierhaltung reichen.

Der "Nationale Aktionsplan Kupierverzicht" soll das routinemäßige Kupieren der Schwänze bei den Ferkeln in Deutschland vermindern.

Mit dem Nationalen Aktionsplan Kupierverzicht soll erreicht werden, dass auch in konventionellen Haltungen mehr Schweine mit intaktem Ringelschwanz gemästet werden. Das Kupieren von Ferkelschwänzen ist in der EU nur für den Einzelfall und mit ausdrücklicher Begründung erlaubt.

Nähere Informationen

Beschwerden über Missstände bei einer Tierhaltung wie z. B. eine Vernachlässigung nimmt die Veterinärbehörde telefonisch oder schriftlich entgegen.

Sollte sich ein Tier in akuter Gefahr befinden (z. B. bei Hitze im Auto eingesperrt), muss schnell gehandelt werden. Ansprechpartner sind die Mitarbeiter des Sachgebiets Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung (unter Auskunft). Außerhalb der normalen Dienstzeiten sollte direkt die Polizei angerufen werden.

Um Wirbeltiere vor Missbrauch und Schaden zu schützen, dürfen nur sachkundige Personen Tiere für gewerbliche Zwecke nutzen. Diese Tätigkeit ist erlaubnispflichtig. Die Veterinärbehörde berät Sie hier zu gern. Nehmen Sie bitte frühzeitig mit dem Veterinäramt Kontakt auf.

Der Antrag auf Erlaubnis muss vor Beginn der Tätigkeit bei der Veterinärbehörde gestellt werden.

Die Veterinärbehörde wird als Fachbehörde im Genehmigungsverfahren von gewerblichen Tierhaltungen beteiligt. Die Fachleute beraten gerne und empfehlen eine Kontaktaufnahme bereits in der Planungsphase.

Um die Stellungnahmen zu beschleunigen und Fristen zu wahren, benötigt die Veterinärbehörde grundsätzlich vom Bauherrn ausgefüllte und ergänzende Betriebsbeschreibungen. Dazu gehören:

Eine EU-Verordnung regelt den Schutz von Tieren beim Transport. Danach sind alle an dem Transport sowie am Be- und Entladen Beteiligten (z. B. Transportunternehmer, Organisatoren, Fahrer, Personal auf Märkten und Schlachthöfen) für das Wohl der Tiere verantwortlich.

Alle Beteiligten müssen angemessen geschult sein. Insbesondere die Fahrer und Betreuer müssen einen Befähigungsnachweis besitzen. Er wird auf Antrag beim Nachweis entsprechender Sachkunde ausgestellt.

Nicht jedes Tier kann transportiert werden. Dazu gehören gehunfähige Tiere, Tiere mit Kreislaufschwäche, mit stark blutenden Wunden, Organvorfällen sowie hochträchtige und frisch abgeferkelte Zuchttiere.

Der Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat mit dem Veterinäramt des Landkreises Cloppenburg und der Tierärztlichen Hochschule Hannover einen Leitfaden zur Beurteilung der Transport- und Schlachtfähigkeit von Schweinen erstellt. Der Kreis Unna wendet diesen Leitfaden im Vorgriff auf eine verbindliche Regelung für NRW an.

Wer Tiere betreut, ruhigstellt, betäubt, schlachtet oder tötet, muss über die hierfür notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten (Sachkunde) verfügen. Die entsprechende amtstierärztliche Bescheinigung wird auf Antrag erteilt, wenn die Sachkunde bei einer Prüfung nachgewiesen worden ist.

Verletzte oder kranke Tiere müssen im Einzelfall im landwirtschaftlichen Betrieb getötet werden. Die rechtlichen Vorgaben zur Nottötung leiten sich aus der Schlachttierverordnung ab.

Die Nottötung ist zwar weder eine gewerbliche noch eine private Schlachtung, die handelnden Personen müssen aber natürlich die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. Behörden und Fachleute in Niedersachen und Nordrhein-Westfalen haben dazu einen Leitfaden erstellt.

Auf Grundlage des Landeshundegesetzes NRW führt die Veterinärbehörde Sachkundeprüfungen für die Halter von Hunden (sog. gefährliche Hunde) sowie Verhaltenstests zur Befreiung von der Maulkorbpflicht durch.

Termine und Auskünfte bitte telefonisch bei Frau Schwartz oder Frau Kamm.

Zu viele Tiere in einem bestimmten Gebiet - das führt zu hohem Infektionsdruck. Der Kreis Unna nutzt die vom Gesetzgeber eröffnete Möglichkeit und steuert seit Januar 2018 mit einer Katzenschutzverordnung gegen.

Kurzlink
https://www.kreis-unna.de/x/uH-fd4940

Auskunft

Frau Kamm
Fon 0 23 03 / 27-22 39
Fax 0 23 03 / 27-14 99
kamm@kreis-unna.de

Frau Schwartz
Fon 0 23 03 / 27-35 39
Fax 0 23 03 / 27 -14 99
schwartz@kreis-unna.de