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Afrikanische Schweinepest

Afrikanische Schweinepest

Wildschwein
Foto: pixabay.com

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Erreger dieser meist tödlichen Schweinekrankheit ist das „African Swine Fever Virus“ (ASFV), welches ursprünglich in den afrikanischen Ländern heimisch ist. Dort wird es vor allem über Lederzecken von wildlebenden Warzen-Schweinen auf Hausschweine übertragen.

Eine Ansteckung ist hierzulande möglich über Kontakt mit Blut von infizierten Schweinen, Kadaver von Wildschweinen, infizierte Gegenstände oder über Lebensmittel aus infizierten Schweinen.

Vermutlich durch Reisende oder Warenverkehr gelangte das Virus 2007 nach Georgien und verbreitete sich über den Kaukasus in mehrere Länder. Seit 2014 sind mehrere osteuropäische Staaten betroffen, mit Ausbrüchen in Tschechien und 2018 auch in Ungarn und Bulgarien ist eine Ausbreitung Richtung Westen erkennbar.

Mittlerweile hat die Tierseuche Westeuropa erreicht: In Belgien wurde Anfang September 2018 bei Wildschweinen ASP nachgewiesen. Eine Impfung gegen die afrikanische Schweinepest ist nicht möglich. Die Erkrankung ist für den Menschen ungefährlich.

Das Risiko der Einschleppung in die deutsche Wildschweinpopulation durch kontaminiertes Schweinefleisch oder daraus hergestellte Erzeugnisse durch Menschen ist sehr hoch. Daher appelliert das Veterinäramt des Kreises Unna an Tierhalter, Jäger, Tierärzte und Reisende an Autorasthöfen, folgende Schutzmaßnahmen zu beachten, um die derzeit große Gefahr der Einschleppung afrikanischer Schweinepest zu minimieren:

  • Fleischhaltige Speisereste (belegte Butterbrote etc) dürfen keinesfalls in der Natur entsorgt werden. Hier können sich Wildschweinen infizieren.
  • Speisen aus Ländern Osteuropas oder Afrikas sollten nicht mitgebracht werden.
  • Jäger, insbesondere wenn sie selber Schweinehalter sind, müssen darauf achten, die Bearbeitung des Wildes, Jagdkleidung, Jagdhund strikt von der eigenen Tierhaltung getrennt zu halten. Wildaufbrüche müssen unschädlich beseitigt werden(graue Tonne oder Tierkörperbeseitigung).
  • Schweinehaltungen dürfen keinen Kontakt, auch indirekt über Futter, Einstreu etc mit Wildschweinen haben.
  • Bei auffälligen Haus- oder Wildschweinen müssen Abklärungsuntersuchungen durchgeführt werden.

Umfangreiche Informationen zur Afrikanischen Schweinepest: