FACE TO FACE

FACE TO FACE

FACE TO FACE

Porträts aus der Sammlung Frank Brabant
& Gäste

27.03. – 28.08.2022, verlängert bis 18.09.2022

Porträts machten Anfang des 20. Jahrhunderts, mit dem Beginn der Moderne eine signifikante Entwicklung durch. Das Erfordernis der detailgetreuen und naturalistischen Abbildung wurde von der aufkommenden Fotografie übernommen. Die Wirkung und der Ausdruck konnten in Kunstwerken gesteigert werden, das künstlerische Bildnis behauptete sich als Gattung in Malerei und Zeichnung.

Die Ausstellung FACE TO FACE – Porträts aus der Sammlung Frank Brabant & Gäste zeigt mit über 100 Kunstwerken von 90 Künstler:innen umfassend die Entwicklung der Porträtmalerei vom frühen Expressionismus bis in die Kunst der Gegenwart. Die chronologische Präsentation innerhalb von kunsthistorischen Themenfeldern verdeutlicht parallele, stilistische Tendenzen und stellt Bezüge zwischen den einzelnen Werken und relevanten Fragestellungen her. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Künstler:innen der Verschollenen Generation, die durch das nationalsozialistische Regime und die verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges teilweise in Vergessenheit gerieten. Unbekannte Künstler:innen werden gleichwertig neben bekannten Namen präsentiert, Fremde neben Persönlichkeiten.
Die Nachkriegskunst und die Postmoderne wagen einen Neuanfang mit der Forderung nach einer prinzipiellen Offenheit von Kunst und der kritischen Bezugnahme auf die Ästhetik der Moderne. Und die Geschichte der Moderne ist es auch, mit der sich die zeitgenössische Kunst weiterhin beschäftigt, dabei Parallelen im Porträt aufweist und den Dialog von Bild und Betrachter:innen in Frage stellt.

    Auch ist die Ausstellung im Museum Haus Opherdicke ein Porträt der Sammlung Frank Brabant. Dem Dialog zwischen dem Sammler und den Kunstwerken, die er seit über sechs Jahrzehnten in seiner Wiesbadener Wohnung sammelt, der Beziehung, die er zu jedem einzelnen Werk und den Künstler:innen entstehen lässt, wird mit dem Ausstellungstitel Rechnung getragen. Die Sammlung Frank Brabant unter dem gattungsspezifischen Aspekt erneut im Museum Haus Opherdicke zu präsentieren, neue Erwerbungen und bekannte Gesichter zu zeigen, ist auch eine Würdigung der Beziehung des Sammlers zum Kreis Unna.

    Porträts überliefern den künstlerischen Blick auf den Menschen aus der Perspektive der damaligen Zeit. Die Künstler:innen visualisieren durch ihre Bilder ihre Wahrnehmung der Gesellschaft und ihre Position. Wie modern und aktuell ist heute noch das Porträt?

    Werke junger Künstler:innen der Kunstakademie Düsseldorf verdeutlichen die Relevanz der künstlerischen Positionen bis in die heutige Zeit. Zugleich wird das unverhüllte Gesicht gezeigt – eine menschliche Notwendigkeit in der direkten Kommunikation miteinander, um aus den Gesichtern lesen zu können – das auf die Schwierigkeiten und das Dilemma unserer aktuellen Gesellschaft verweist.

    - Kuratoren: Wilko Austermann und Arne Reimann -

    Jankel Adler | Annabelle Agbo Godeau | Horst Antes | Tina Bauer-Pezellen | Max Beckmann | Peter August Böckstiegel | Hans Brasch | Gottfried Brockmann | Fritz Burmann | Friedrich Busack | Lilia Busse | Heinrich Campendonk | Eduardo Chillida | Le Corbusier | Heinrich Maria Davringhausen | Walter Dexel | Eberhard Dietzsch | Otto Dix | August Wilhelm Dressler | Ewald Dülberg | Inessa Emmer | Alois Erbach | Conrad Felixmüller | Heribert Fischer-Geising | Pierre Girieud | Walter Gramatté | Vivian Greven | Johannes Grützke | Karl Hofer | Alfred Hoffmann | Adolf Hölzel | Karl Otto Hy | Walter Jacob | Alexej von Jawlensky | Max Kaus | Edmund Kesting | Ernst Ludwig Kirchner | Siegfried Klapper | César Klein | Immanuel Knayer | Oskar Kokoschka | Silvia Koller | Käthe Kollwitz | Stanislava Kovalcikova | Sojeong Lee | Fernand Léger | Max Liebermann | Carl Lohse | Emil Maetzel | Gerhard Marcks | Ludwig Meidner | Oskar Moll | Otto Möller | Rudolf Möller | Otto Mueller | Hanna Nagel | Heinrich Nauen | Ulrich Neujahr | Emil Nolde | Gerta Overbeck-Schenk | Max Pechstein | Franz Radziwill | Heinrich Richter-Berlin | Thomas Ring | Karl Peter Röhl | Hubert Rüther | Antonio Saura | Fritz Schaefler | Josef Scharl | Lukas Schmenger | Arnold Schmidt-Niechciol | Karl Schmidt-Rottluff | Anja Schrey | Richard Seewald | Pascal Sender | Renée Sintenis | William Straube | Stanislaus Stückgold | Georg Tappert | Hans Thuar | Henri de Toulouse-Lautrec | Werner Tübke | Peter Uka | Adolf Uzarski | Bruno Voigt | Walter Wahlstedt | Andy Warhol | David Benedikt Wirth | Gert Heinrich Wollheim | Claus Wrage

    Mittwoch, 13.07.2022, 16.00 Uhr
    Kuratorenführung

    Mittwoch, 03.08.2022, 16.00 Uhr
    Kuratorenführung

    Sonntag, 21.08.22, 15.00 – 17.30 Uhr
    Performance und Ausstellung Silver Skin mit Stämmen des alten Baumbestandes im Skulpturenpark
    Beteiligte Künstlerinnen: Kathrin Graf und Bettina Marx (tiefkeller), Liza Dieckwisch und Julia Gruner (Artist Mukbang)

    Sonntag, 18.09.2022, 14.00 – 15.00 Uhr
    Tanzperformance WestDeutsches TanzTheater im Skulpturenpark

    Sonntag, 18.09.2022, 15.00 – 17.30 Uhr
    Finissage mit Künstler:innen und dem Sammler Frank Brabant

     

    Soweit nicht anders gekennzeichnet, sind die Veranstaltungen des Rahmenprogrammes im Eintrittspreis inbegriffen.

    Mittwoch, 06.07.2022, 15.00 – 17.00 Uhr
    „Kleider machen Leute – und was noch?“
    Viele Kunstwerke vermitteln eine gewisse Stimmung, eine Geschichte oder möchten sogar eine Botschaft vermitteln. Ein großer Teil davon wird durch die individuelle Gestaltung des Bildes und seiner Bestandteile transportiert. In der Ausstellung lernen wir Beispiele hierfür kennen und sehen, wie Farben, Landschaften und Kleidung die Stimmung der Figuren auf den Porträts bestimmen und sammeln Inspirationen,
    die wir in eigenen Werken umsetzen werden.
    Die Teilnehmer:innen werden zunächst durch die Ausstellung gehen und anhand der ausgestellten Werke verschiedene „Materialien“ sammeln, mit denen man den Bildausdruck gestalten kann. Anschließend sollen sie ihre Ideen in einem eigenen Porträt verwirklichen, indem sie aus den zuvor in der Ausstellung gesammelten Eindrücken verschiedene Elemente auswählen und ein vorbereitetes „Blanco-Porträt“ damit versehen und somit individuell neu gestalten. Bei den Blanco-Porträts handelt es sich um Kopien einzelner Porträts aus der Ausstellung, auf denen nur die Gesichter abgebildet sind.

    Konzeption und Durchführung: André Siegel
    Zielgruppe: 10-14 Jahre
    Kostenbeitrag: 5 €, inklusive Eintritt
    Anmeldung unter a.siegel@mail.de

     

    Dienstag, 09.08.2022, 15.30 – 18.00 Uhr
    Die Art sich selbst darzustellen – Workshop zum Thema Selbstdarstellung in multimedialer Ausdrucksform (Fotografie, Selfie, Collage, Sound Installation, Reel, Malerei und Zeichnung)
    Nachdem wir unterschiedliche Formen der Auseinandersetzung mit multimedialen Selbstdarstellungsmöglichkeiten kennengelernt und Medien hinterfragt haben, werden wir uns selbst im Atelier gestalterisch an unsere eigenen Wege der Selbstdarstellung wagen. So können fotografierte Selfies, gemalte Selbstporträts, getanzte Kurzvideos oder collagierte Soundporträts u.v.m. während des Workshops entstehen. Die Ausstellung „Face to Face“ zeigt hervorragend die kunsthistorische Entwicklung der Selbstdarstellung in Form von Porträtmalerei bis hin zu zeitgenössischen Ausdrucksmöglichkeiten.
    Eine breite Vielfalt an künstlerischen Positionen bzgl. der darstellenden Gestaltung seiner Selbst lassen sich in der Ausstellung wiederfinden. Gelegenheit zum Austausch untereinander wird es in der Pause zwischendrin geben.
    Wir freuen uns auf eine schöne, gemeinsame Zeit mit Euch!

    Konzeption und Durchführung: Julia Koop
    Zielgruppe: 12-18 Jahre
    Kostenbeitrag: 5 €, inklusive Eintritt, Führung und Arbeitsmaterialien
    Maximal 19 Teilnehmer:innen
    Anmeldung unter info@julia-koop.com und 0162 4523850

    Ein ganz verrücktes Gesicht
    Wir basteln uns ein ganz verrücktes Gesicht aus Pappe und Papier. Dabei werden Gesichter entstehen, deren Nasen, Münder, Augen gar nicht dort sitzen, wo man sie vermutet. Der Mund ist einfach verrückt, das Auge etwas verschoben, das Ohr höher als normal. Dennoch ist es ein Gesicht, das wir mit einfachen Mittel vorzeichnen, bemalen, ausschneiden und neu anordnen. Das neue Gesicht 
    ist immer dreidimensional. Wir können es drehen und wenden. Bevor wir loslegen, schauen wir uns in der Ausstellung „Face to Face“ die vielen von Künstler:innen 
    gemalten Porträts an. Diese Gesichter sind in unterschiedlichen Zeiten unserer Geschichte entstanden. Die alten und ganz modernen Malweisen sind sehr unterschiedlich. 
    Hier holen wir uns aus den vielen Eindrücken die Ideen für unsere verrückten Gesichter.

    Konzeption und Durchführung: Simone Jasinski
    Zielgruppe: 3. bis 6. Schuljahr sowie für gemischte Besuchergruppen (jeweilige Anpassung des Anspruches an Gruppen)
    Dauer/Workshop: Empfehlung 3,0 h – max 4,0 h, inklusive Pause 0,5 h
    Termin nach Vereinbarung, Datum und Beginn des Workshops unter 0176 81066262

     

    Mein Spiegelbild
    Ihr schaut in den Spiegel und das, was ihr seht, seid nicht ihr – oder doch? Durch unser Anmalen verfremden wir uns. Mit reduziert und geschickt eingesetzten Mitteln von Linien, Farben, Farbflächen rufen wir Irritation hervor – bei uns selbst und bei anderen. Wie machen es Künstler:innen, um Gesichtern einen Ausdruck zu geben, um ihnen eine bestimmte Wirkung zu verleihen? Dazu schauen wir uns die von Künstler:innen geschaffenen Porträts in der Ausstellung „Face to Face“ an. Die vielfältigen Interpretationen aus einer Spanne von 60 Jahren unserer Geschichte geben uns Ideen und viel Spielräume für unsere Umsetzung. Wir werden unser neues Ich als Analogfotografie aufnehmen und sehen sofort auf einem Fotoabzug unser Porträt. Aus dem Spiegelbild wird unser Gegenwartsbild – wie wir uns selbst oder andere uns sehen könnten.

    Konzeption und Durchführung: Simone Jasinski
    Zielgruppe: 5. bis 12. Schuljahr sowie für gemischte Besuchergruppen (jeweilige Anpassung des Anspruches an Gruppen)
    Dauer/Workshop: Empfehlung 3,0 h – max 4,0 h, inklusive Pause 0,5 h
    Termin nach Vereinbarung, Datum und Beginn des Workshops unter 0176 81066262

     

    Gesichter, Gesichter!
    Die Ausstellung „Face to Face“ zeigt Porträts aus 60 Jahren, dazu einige Bilder aus der Gegenwart. Werke von mehr als 90 Maler:innen lassen unterschiedliche Interessen und Herangehensweisen erkennen. In der Ausstellung überlegen wir erst einmal grundsätzlich: was ist ein Porträt? Wie malt man Gesichter? Welche Elemente wie Augen und Nase sind unbedingt nötig? Was sieht man, wenn man frontal in ein Gesicht guckt, und was von der Seite? Haben die Maler:innen die Gesichter nur so genau wie möglich abgemalt, oder können wir noch mehr erkennen? Vielleicht den Charakter oder die Stimmung der gemalten Person?
    Im Werkraum geht es anschließend an die Arbeit: wir denken uns ein Gesicht aus und versuchen, es möglichst detailreich in Farbe umzusetzen.

    Konzeption und Durchführung: Anke Bäätjer
    Zielgruppe: Vorschulkinder bis 5. Schuljahr
    Termin nach Vereinbarung unter anke.baeaetjer@rub.de

     

    Gegenüber gestellt
    Ihr schaut in den Spiegel und das, was ihr seht, seid nicht ihr – oder doch? Durch unser Anmalen verfremden wir uns. Mit reduziert und geschickt eingesetzten Mitteln von Linien, Farben, Farbflächen rufen wir Irritation hervor – bei uns selbst und bei anderen. Wie machen es Künstler:innen, um Gesichtern einen Ausdruck zu geben, um ihnen eine bestimmte Wirkung zu verleihen? Dazu schauen wir uns die von Künstler:innen geschaffenen Porträts in der Ausstellung „Face to Face“ an. Die vielfältigen Interpretationen aus einer Spanne von 60 Jahren unserer Geschichte geben uns Ideen und viel Spielräume für unsere Umsetzung. Wir werden unser neues Ich als Analogfotografie aufnehmen und sehen sofort auf einem Fotoabzug unser Porträt. Aus dem Spiegelbild wird unser Gegenwartsbild – wie wir uns selbst oder andere uns sehen könnten.

    Konzeption und Durchführung: Anke Bäätjer
    Zielgruppe: 5. bis 13. Schuljahr
    Dauer: 2,5 h
    Termin nach Vereinbarung unter anke.baeaetjer@rub.de

    Donnerstag, 28.07.2022, 14.30 – 17.00 Uhr
    Face-to-Face
    Kunstwerke und gerade Porträts transportieren häufig eine ganz bestimmte Stimmung oder sogar eine  Botschaft. Darüber hinaus überliefern sie den künstlerischen Blick auf den Menschen aus der Perspektive der damaligen Zeit. Mit Beginn der Moderne steigerten sich Wirkung und Ausdruck in den Kunstwerken und  das künstlerische Bildnis behauptete sich als Gattung in Malerei und Zeichnung.
    Bei einem Gang durch die Ausstellung können wir an ausgewählten Werken die Entwicklung der Porträtma-lerei vom frühen Expressionismus bis in die Kunst der Gegenwart nachverfolgen. Gemeinsam werden wir 
    uns mit einigen Werken auseinandersetzen. Welche Stimmung vermittelt dieses Porträt? Möchte uns der Künstler etwas sagen? Auf welche Weise wird dieser Eindruck erweckt? Kann das Porträt auch heute noch 
    ein zeitgemäßes Ausdrucksmittel sein? Neben einem gemeinsamen Austausch über diese Fragen können wir im Atelier die eigene Kreativität erproben und selbst Porträts entstehen lassen. 
    Mit verschiedenen Techniken können hier die Eindrücke aus der Führung Anwendung finden.
    Zuvor bieten wir Ihnen natürlich gerne die Gelegenheit, sich in einer Kaffeepause für die praktische Arbeit zu stärken.

    Konzeption und Durchführung: André Siegel
    Kostenbeitrag: 19 €, inklusive Eintritt, Führung, Arbeitsmaterialien, sowie 1 x Kaffee und Kuchen
    Maximal 14 Teilnehmer:innen
    Anmeldung unter a.siegel@mail.de

    Kurzlink
    https://www.kreis-unna.de/x/ct3-5fecc

    Auskunft

    Museum Haus Opherdicke
    Dorfstraße 29
    59439 Holzwickede
    Fon 0 23 03 / 27-50 41 (Besucherservice Museum)
    Fon 0 23 03 / 27-55 41 (Bistro)
    Fon 0 23 03 / 27-77 77 (Vermietungen)
    Fon 01 71 / 7 44 78 53 (Hausmeister)
    Mail: haus-opherdicke@kreis-unna.de

    Öffnungszeiten MUSEUM während der Ausstellungen
    Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
    10.30 bis 17.30 Uhr

    Öffentliche Führungen Ausstellung
    Sonntag und Feiertag | 11.30 Uhr | 14.30 Uhr

    Öffentliche Führungen Skulpturenpark
    Sonntag und Feiertag | 13.00 Uhr

    Gruppenführungen
    nach Vereinbarung

     

    RKM Logo

    Eintritt MUSEUM
    Erwachsene 4 € | ermäßigt 2 €
    Erwachsene in Gruppen 3,50 €
    Kreis-MuseumsCard 20 €
    Kreis-MuseumsKombiCard 40 €

    Museumsshop
    zu den Öffnungszeiten MUSEUM

    Öffnungszeiten BISTRO
    Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen
    11.00 - 17.30 Uhr
    Montag Ruhetag

    Eine Übersicht:

    Im Handel zu haben:

    Die Geschichte des Hauses Opherdicke von den Anfängen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts | Josef Börste | Kreis Unna | 2014 | ISBN 978-3-924210-55-7 | 9,50 Euro

    KreisSportBund Unna e.V.

    Der KreisSportBund Unna e.V. hat im ehemaligen Gästehaus seinen Sitz. www.ksb-unna.de