Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

„Familienalltag managen“ - Bündnis für Familie setzt sich neues Thema

Das Bündnis für Familie im Kreis Unna hat sich das Thema „Familienalltag managen“ zum Schwerpunkt für 2015 und 2016 gesetzt. „Wir beobachten, dass der Alltag für Familien immer komplexer wird“, bringt Bündnis-Vorsitzende Petra Buschmann-Simons die Beweggründe auf den Punkt.

Sich verändernde Familienstrukturen und eine Vielzahl zu bewältigender Aufgaben machen das Leben im Vergleich zu früheren Zeiten unübersichtlicher. „Das ist nicht nur für Alleinerzieher-, sondern selbst für Elternpaar-Familien eine Herausforderung. Ich sehe ein deutliches Risiko für eine wachsende Überforderung von Familien“, warnt Petre Buschmann-Simons und unterstreicht: „Deshalb brauchen wir jetzt wegweisende Perspektiven und robuste Bewältigungsstrategien, im Kleinen wie im Großen.“

Modellvorhaben will Familien passgenau unterstützen

Familien frühzeitig und passgenau unterstützen und Eltern so bei der erfolgreichen Erziehung ihrer Kinder helfen – das ist nicht nur ein Ziel des Bündnisses für Familie, sondern auch des Modellvorhabens „Kein Kind zurücklassen“ (KeKiz), an dem sich der Kreis Unna und neun Städte und Gemeinden im Kreisgebiet beteiligen.

Ziel des von der Landesregierung zusammen mit der Bertelsmann Stiftung initiierten Modellvorhabens ist es, engmaschige Präventionsketten für ein gelingendes Aufwachsen zu etablieren. Bei der Sitzung des kreisweiten Bündnisses für Familie stellte Monika Thünker aus dem Fachbereich Familie und Jugend des Kreises das Projekt KeKiz vor.

Chancen für die weitere Zusammenarbeit ausloten

Vielen Mitgliedern des Bündnisses kam das Stichwort Präventionsketten bekannt vor, erinnerten sie sich doch an einen Vortrag von Heinz Hilgers, bis heute Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes, der 2009 einen Vortrag zum Thema beim Kreis-Bündnis für Familie gehalten hatte.

Nun soll ausgelotet werden, welche Chancen sich zur Zusammenarbeit aus den gemeinsamen Anliegen des Bündnisses für Familie und des Modellvorhabens „Kein Kind zurücklassen“ ergeben.

Berichte aus den lokalen Bündnissen

Zum Auftakt der Sitzung des Bündnisses, das in den Räumen des Lebenszentrums Königsborn stattfand, hatte Geschäftsführer Michael Radix die Arbeit der Einrichtung vorgestellt. Außerdem standen Berichte aus den lokalen Bündnissen und den Partnerprojekten sowie die Mitgliederbefragung 2015 auf der Tagesordnung.
- PK -

Hintergrund:

Das Bündnis für Familie im Kreis Unna ist ein kreisweites Netzwerk aus Vertretern der lokalen Bündnisse für Familie, der Projektpartner im Kreis und der Sprecherinnen und Sprecher aus den drei Handlungsfeldern des Bündnisses. Es wurde 2004 bei einer Familienkonferenz geschmiedet. 2005 wurden die Aufgaben und Ziele beim Umbau des Kreises zu einem familienfreundlichen Standort in einer Deklaration konkretisiert. Seitdem wird in den Handlungsfeldern Familie und Beruf, Bildung, Betreuung und Erziehung und Wohnen und Leben gearbeitet.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.kreis-unna.de (Suchbegriff: Bündnis für Familie). Die Geschäftsführerin Anna Musinszki aus der Stabsstelle Planung und Mobilität des Kreises ist unter Fon 0 23 03 / 27-23 61 und per E-Mail an anna.musinszki@kreis-unna.de zu erreichen.

Blick in die Presse