Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

„Die Kunst – mein Leben" - Kreis zeigt Arbeiten von Hans Jürgen Kallmann

In Kooperation mit dem in Ismaning in der Nähe von München gelegenen Kallmann-Museum präsentiert der Kreis Unna unter dem Titel „Die Kunst – mein Leben“ bis zum 22. November auf Haus Opherdicke in Holzwickede Werke Arbeiten des Malers, Zeichners und Grafikers Hans Jürgen Kallmann.

Präsentiert werden rund 90 Arbeiten des in Halle an der Saale aufgewachsenen Künstlers (1908 – 1991). Der Autodidakt lebte von 1930-1944 in Berlin, damals wie heute ein Zentrum der Kunst. Bereits 1937 wurde er als „entarteter Künstler“ diffamiert und mit einem Ausstellungsverbot belegt.

Professor für Akt- und Porträtmalerei in Caracas

1949 folgte Hans Jürgen Kallmann dem Ruf an die Kunstakademie in Caracas (Venezuela), wo er als Professor Akt- und Porträtmalerei unterrichtete. Drei Jahre später kehrte er nach Deutschland zurück und lebte bis zu seinem Tod als freischaffender Künstler in Pullach bei München.

Stilistisch geprägt vom Impressionismus sowie durch die großen Künstler des Expressionismus, entwi-ckelte Hans Jürgen Kallmann seine individuelle Handschrift, die sich in einer expressiven, figürlichen Malerei ausdrückt.

Brecht, Adenauer und ein Papst saßen dem Künstler Modell

Ab den 1950er Jahren erlangte Kallmann vor allem als Porträtmaler Aufmerksamkeit. Modell saßen Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik wie Bertold Brecht, Käthe Kollwitz, Louis Armstrong oder auch Papst Johannes XXIII.
- Sigrid Zielke-Hengstenberg M.A. -

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