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Jahresrechnung 2014 geprüft - Kreistag entlastet Landrat

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Den Jahresabschluss 2014 hat der Rechnungsprüfungsausschuss genau unter die Lupe genommen. Ergebnis: alles in Ordnung. Deshalb schlug RPA-Ausschussvorsitzender Werner Sell (Linksfraktion) dem Kreistag die Entlastung des Landrates vor.

Das Gremium folgte nicht nur Sells Vorschlag, sondern würdigte auch ausdrücklich die gute Buchführung sowie die kompetente fachliche Begleitung des Ausschusses durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabsstelle Rechnungsprüfungsangelegenheiten.

Prüfergebnisse auf 200 Seiten zusammengefasst

Die Daten und die Prüfergebnisse des Jahresabschlusses 2014 sind auf rund 200 Seiten zusammengefasst. Im Ergebnis gibt es neben der Bestätigung einer ordentlichen Buchführung eine auch für die aktuelle und künftige Haushaltsplanung wichtige Zahl: Das Eigenkapital beträgt insgesamt sieben Millionen Euro, davon sind 4,9 Millionen Euro im Jahr 2014 erzielter Überschuss.

Kein dickes Polster

Dies ist angesichts des Haushaltsvolumens 2014 von rund 435 Millionen Euro kein wirklich dickes Finanzpolster. Allerdings war bei der Zusammenstellung der Unterlagen für den Jahresabschluss im Frühjahr 2015 noch ein Minus in Millionenhöhe befürchtet worden. Das hätte die Rücklage (2,3 Millionen Euro) komplett aufgezehrt. Dass es nun statt „Land unter“ doch noch „Oberkante Unterlippe“ heißt, hat mehrere Gründe. Dazu zählen: 

  • 3,0 Millionen Euro zusätzlich als Einmaleffekt durch die Möglichkeit, offene Rückforderungen des Jobcenters Kreis Unna gegenüber Leistungsbeziehern auch im Haushalt des Kreises (mit der Bundesagentur für Arbeit Träger des Jobcenters) bilanziell auszuweisen.
  • 500.000 Euro mehr als die kalkulierten 1,1 Millionen Euro durch die bereits im Juli 2014 verhängte Haushaltssperre für alle Bereiche der Kreisverwaltung.
  • Erhebung einer Bedarfsumlage nach dem Einheitslastenabrechnungsgesetz.

- Constanze Rauert -

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