Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Letzte Entscheidung gefallen - Weg zum Umbau der Förderschullandschaft frei

Mit dem Ratsbeschluss der Stadt Unna sind die letzten Würfel gefallen und die Umgestaltung der Förderschullandschaft im Kreis Unna zum 1. August 2016 beschlossene Sache.

Landrat Michael Makiolla zeigte sich mehr als zufrieden, dass die vom Kreis geleistete monatelange Vorarbeit in den politischen Gremien aller zehn Städte und Gemeinden so breit mitgetragen wurde. „Diese Akzeptanz ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen dieses anspruchsvollen bildungspolitischen Vorhabens, durch das die Inklusion im Kreis eine ganz neue Qualität bekommt“, so Landrat Makiolla.

Initiative der grünen Schulministerin beispielhaft umgesetzt

Mehr noch: Landrat Makiolla zeigte sich besonders stolz darauf, dass der Kreis als einer der ersten in Nordrhein-Westfalen die von der stellvertretenden Ministerpräsidentin und grünen NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann ausgehende Initiative so gut und einvernehmlich umgesetzt hat.

Bei dem Umbau der Förderschullandschaft wird die Integration von Kindern mit Einschränkungen in die Regelschule noch mehr zum Alltag. Für die, die dennoch eine besondere Förderung und Unterstützung benötigen, gibt es nun das in Trägerschaft des Kreises kreisweit organisierte Förderschulangebot.

Ab August 2016 gibt es zwei Förderschulzentren

Geschaffen werden zwei Förderschul-Zentren für die Sekundarstufe I in Unna (für Unna, Fröndenberg/Ruhr, Schwerte, Holzwickede und Kamen) und im Norden mit den zwei Teilstandorten in Lünen und Selm für Bergkamen, Lünen und Selm. Im Primarbereich mit den Schwerpunkten Sprache und emotionale und soziale Entwicklung entstehen Förderzentren in Fröndenberg/Ruhr und in Bergkamen-Rünthe.

Neuordnung der Schullandschaft rechnet sich auch finanziell

Die Neuordnung der Förderschullandschaft rechnet sich für die Städte und Gemeinden auch finanziell. Bislang haben sie Aufwendungen von jährlich rund 3,2 Millionen Euro. Die „neuen“, über die Kreisumlage finanzierten Förderschulen werden rund 2,4 Millionen Euro kosten. Damit spart die „kommunale Familie“ jährlich 800.000 Euro.
- Constanze Rauert -

Blick in die Presse