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Abfallgebühren neu kalkuliert - Tarife sinken leicht

Foto: B. Kalle - Kreis Unna

Nach der Neukalkulation der Abfallgebühren ist eine leichte Senkung der Tarife für das Jahr 2016 möglich. Erarbeitet hatte die Vorlage die Kreisverwaltung, beschlossen wurde sie nun einstimmig vom Kreistag.

Die Kalkulation geht von Gesamtkosten in Höhe von 22,02 Millionen Euro im kommenden Jahr aus. Vorgesehen sind für die Restmüllentsorgung 253,66 Euro pro Tonne (2015: 257,86 Euro). Verringern werden sich auch die Aufwendungen für die Kompostierung von Bioabfall. Sie sollen mit 98,67 Euro/Tonne zu Buche schlagen (2015: 103,69 Euro). Von 55,04 auf 52,76 Euro pro Tonne sinken außerdem die Kosten für die Kompostierung von Grünabfall.

Sperrmüllgebühr nach Zensus neu kalkuliert

Die Sperrmüllgebühr setzt sich aus einer Leistungsgebühr und der einwohnerbezogenen Grundgebühr zusammen. Hier gibt es eine leichte Erhöhung. Geschuldet ist sie dem Zensus 2011, der eine geringere Einwohnerzahl ermittelte als bis dato angenommen. Die leistungsbezogene Gebühr liegt 2016 bei 88,34 Euro pro Tonne (2015: 86,36 Euro). Die einwohnerbezogene Gebühr beträgt nach Berücksichtigung des Zensus 4,84 Euro pro Einwohner (2015: 4,62 Euro).

Markt schwierig: aber noch Gewinne mit Altpapier

Angesichts weltweit sinkender Erlöse wird das Plus bei der Altpapierverwertung 2016 nicht mehr ganz so üppig ausfallen wie noch vor einigen Jahren. Gleichwohl kalkuliert der Kreis in diesem Bereich mit 56,03 Euro je Tonne (2015: 57,33 Euro). Das ist immer noch mehr als 2004 (52,55 Euro), dem Jahr, in dem der Kreis in die Altpapierverwertung einstieg und seitdem erzielte Gewinne über die Gebührenrechnung für die Städte und Gemeinden auch an die Gebührenzahler zurückgibt.
- Constanze Rauert -

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