Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Kreis „ermittelt“ weiter - Evaluation „Rucksack Schule“ wird fortgesetzt

Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna leistet landesweit beispielhafte Arbeit. So evaluiert die Universität Hamburg hier bundesweit erstmals das Sprachförderprogramm „Rucksack Schule“. In den nächsten Wochen steht die zweite Sprachstandserhebung an.

Konkret lautet die Fragestellung der im Februar 2015 begonnenen Studie: Verfügen Kinder, die an „Rucksack Schule“ teilnehmen, bis zum Ende der Grundschule über höhere sprachliche Fähigkeiten im Deutschen und Türkischen als jene, die nicht an dem Programm teilnehmen?

„Rucksack Schule“ ist für alle ein Gewinn

Die Ergebnisse der ersten Erhebung im Februar 2015 bestätigen die integrative Bedeutung von „Rucksack“ und zeigen, dass „Rucksack Schule“ aus Sicht der Beteiligten als Gewinn empfunden wird: Nach Aussage der Lehrkräfte nehmen die Kinder die Beteiligung ihrer Eltern wahr, sind stolz auf sie und bearbeiten die gemeinsamen Aufgaben zu Hause mit Freude.

Die Eltern hätten ihrerseits durch das Programm mehr Möglichkeiten, am Schulleben zu partizipieren. Das Engagement der Kinder und Eltern wiederum erleichtert die Arbeit der Lehrkräfte und stärkt die Kooperation mit den Familien.

Evaluation durch Hamburger Uni läuft bis 2017

Bei einem Treffen zur Fortsetzung der Evaluation überraschten Prof. Dr. Drorit Lengyel, die die Studie leitet, und Dr. Vesna Ili? von der Uni Hamburg nun Anne Nikbin (Koordinatorin „Rucksack Schule“ beim KI) und die teilnehmenden Schulen mit einer guten Nachricht: Die Evaluation wird dank der Unterstützung der Freudenberg Stiftung (Weinheim) auch in der dritten Grundschulklasse - also bis 2017 - fortgeführt. Weiterhin steht eine Überprüfung der Sprachkompetenzen in der vierten Klasse in Aussicht.

Ausgewählt für die wissenschaftliche Untersuchung wurde der Kreis, weil „Rucksack“ Schule hier am längsten, am konsequentesten und mit inzwischen komplett überarbeiteten Materialien umgesetzt wird. „Der Kreis leistet echte Pionierarbeit“, unterstreicht Prof. Lengyel.

Acht Schulen machen bei bundesweiter Studie mit

Beteiligt an der Studie sind neben der Universität, der landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) und dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna (KI) vier Rucksackschulen: die Gerhart-Hauptmann-Schule (Bergkamen), die Wittekindschule und Viktoriaschule (beide Lünen) sowie die Friedrich-Kayser-Schule (Schwerte). Als Vergleichsschulen einbezogen wurden die Elisabethschule, Osterfeldschule, Overbergschule sowie die Schule am Heikenberg (alle Lünen).
- PK -

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