Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

„Wir für Arbeit in Lünen“ - Jugendarbeitslosigkeit um 50 Prozent senken

Das Netzwerk „Wir für Arbeit in Lünen“ schiebt die Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsstellen in der Stadt weiter mit an. Die Initiative dockt damit an die Selbstverpflichtung von Kreis, Arbeitsagentur und Jobcenter an, die Jugendarbeitslosigkeit bis 2020 in jeder Kommune im Kreis um 50 Prozent zu halbieren.

Als Kooperationspartner zusammengeschlossen haben sich das Jobcenter Kreis Unna, Pro Lünen e.V., der Kreis Unna als Schulträger des Lippe Berufskollegs und das Berufskolleg selbst. Bei der jüngsten Sitzung wurde nicht nur Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns als neues Mitglied im Arbeitskreis begrüßt.

Jobcenter wirbt für weiter enge Zusammenarbeit

Es wurden auch nächste Schritte besprochen. So wird Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep bei der nächsten Mitgliedersitzung von Pro Lünen für eine weiter enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter werben.

Er findet bei Pro Lünen offene Ohren, denn: „Das Jobcenter hat der Lüner Wirtschaft sehr wirksame arbeitsmarktpolitische Unterstützungsmöglichkeiten angeboten“, unterstreicht Hubert Tenberge. Er ist Vorsitzender von Pro Lünen und somit Sprecher von fast 250 zusammengeschlossenen Unternehmungen, Selbstständigen und Freiberuflern in dieser Region.

Baustein zur Umsetzung der Beschäftigungsinitiative

Landrat Michael Makiolla begrüßte das Lüner Engagement ausdrücklich als wichtigen Baustein zur Umsetzung der vom Kreistag beschlossenen Beschäftigungsinitiative. „Gemeinsam sollte es uns gelingen, den Jugendlichen gute berufliche Perspektiven zu bieten und damit letztlich den Arbeitsstandort Kreis Unna zu sichern.“

Dass pragmatische Lösungen gesucht und gefunden werden, zeigt ein konkretes Beispiel: Der Bauverein zu Lünen sicherte dem Lippe Berufskolleg spontan mehrere Praktikumsplätze für Flüchtlinge zu.

Schulleiter Arno Franke verband seinen Dank an die Wohnungsbaugesellschaft mit einer Bitte: „Die Politik muss im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen, dass die heimische Wirtschaft am vertrauten Standort konkurrenzfähig bleibt. Nur so bekommen wir die notwendigen wohnortnahen Arbeits- und Ausbildungsplätze und können unsere Jugendlichen hier halten.“
- PK -

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