Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Wasserverbände helfen - Wohnraum für Flüchtlinge

Lippeverband und Emschergenossenschaft unterstützen die Kommunen in ihren Einzugsgebieten bei der Unterbringung von Flüchtlingen: Die Verbandsspitzen wollen Städten und Gemeinden freien verbandseigenen Wohnraum überlassen.

Leer stehende bzw. frei werdende Wohnungen, für die sich innerhalb von zwei Wochen kein Interessent aus der Belegschaft finden lässt, werden ab sofort den Kommunen zur Flüchtlingsunterbringung angeboten. Wird innerhalb von vier Wochen von dem Angebot der „Flussmanager“ kein Gebrauch gemacht, startet die Ausschreibung für externe Bewerber.

Insgesamt verfügen Lippeverband und Emschergenossenschaft über fast 490 Wohnungen in 27 Städten. Bislang überlassen wurden jeweils eine Wohnung in den beiden Emscher-Städten Bottrop und Essen.

Deshalb werden die Wohnungen frei

Bei den Verbandswohnungen handelt es sich um Altbestände. Früher mussten Klärmeister und Pumpwerker vor Ort an den Betriebsanlagen wohnen – um im Falle eines Notfalls schnell handeln zu können. Mittlerweile gibt es jedoch nicht nur neue Kommunikationsmittel – die Überwachung nahezu aller Betriebsanlagen der beiden Wasserverbände erfolgt zentral durch die Betriebsüberwachungszentrale am Standort Bottrop.

Beziehung zwischen Kommunen und Wasserverbänden

Die Kommunen sind Mitglieder und Beitragszahler bei den beiden Wasserwirtschaftsverbänden Lippeverband und Emschergenossenschaft. Mit ihrem Angebot der Wohnraumüberlassung wollen die Verbände ihren Mitgliedern bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise zur Seite stehen.
- eglv -

Blick in die Presse