Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Landrat verabschiedet Jürgen Werner - Der Fachmann fürs Wasser geht

Niemand weiß besser, was Recht und Gesetz über Wasser, unter der Oberfläche und längs der Ufer erlaubt. Jürgen Werner war 35 Jahre lang das Gesicht der unteren Wasserbehörde, nun hat Landrat Michael Makiolla den Sachgebietsleiter in den Ruhestand verabschiedet.

Jürgen Werner (Jahrgang 1950) wohnt in Soest. Er studierte nach dem Abitur Bauingenieurwesen (Wasserbau) an der Technischen Universität in Hannover. Danach folgende Stationen waren ein Ingenieurbüro und die Bezirksregierung Arnsberg. 1980 wechselte der Diplom-Ingenieur zur Kreisverwaltung nach Unna in das damalige Tiefbauamt und übernahm die Leitung der dort angesiedelten unteren Wasserbehörde.

Erstes Kreis-Umweltamt mit aufgebaut

Der gebürtige Hammer baute das 1982 gegründete erste Kreis-Umweltamt im Lande mit auf, erlebte die Umbenennung in „Fachbereich Natur und Umwelt“ mit. Er leitete damit nun offiziell das „Sachgebiet Wasser und Boden“ - genaugenommen als untere Wasserbehörde keine Kreiseinrichtung, sondern der so bis hinunter auf die kommunale Ebene reichende verlängerte Arm des Staates. Außerdem nahm Werner die Aufgabe als stellvertretender Fachbereichsleiter wahr.

Alles fließt, sagt ein Sprichwort. Genau deshalb ist es wichtig zu wissen, was denn so an der Oberfläche schwimmt, sich im Wasser befindet oder aus der Tiefe über das Grundwasser nach oben dringt.

Begleitung von Sanierungsmaßnahmen

Da wundert es nicht, dass Jürgen Werner in seinem langen Berufsleben viel gesehen, gerochen, geprüft und bewertet hat. Zum „Kerngeschäft" gehört natürlich die Begleitung von Bauprojekten und Sanierungsmaßnahmen aus wasserrechtlicher Sicht.

Letzte große Herausforderung war für Jürgen Werner die Altlastenbeseitigung im Bereich der ehemaligen Kokerei Massen III/IV in Unna - die Maßnahme ist längt nicht abgeschlossen, die fachliche Begleitung „erbt" nun Marten Brodersen (Jahrgang 1973). Er kennt sich nicht nur im Sachgebiet selbst bereits aus, sondern ist auch vor Ort präsent – wie etwa demnächst wieder bei der jährlichen Gewässerschau.
- Constanze Rauert -


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