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Fachtag des Kreis-Krisenteams - Wenn Schüler traumatisiert sind

Foto: J. Sindermann - Kreis Unna

Einem traumatisierten Kind tut gut, was allen Kindern gut tut: Sensibel, respektvoll und kreativ gemeinsam nach Lösungen suchen. Das war eine zentrale Botschaft beim Fachtag der Schulpsychologischen Beratungsstelle für den Kreis Unna, an dem Vertreter aus 75 Schulen teilnahmen.

Dass der Umgang mit traumatisierten Schülerinnen und Schülern bei Pädagogen ein aktuelles Thema ist, zeigte die große Resonanz auf die Veranstaltung in der Ökologiestation in Bergkamen-Heil: Mehr als 100 Schulleiter, Lehrer und Schulsozialarbeiter informierten sich darüber, wie sie als wichtige Bezugspersonen auf betroffene Kinder und Jugendliche eingehen können.

Gewalt, Unfall oder Tod

Traumatische Ereignisse sind gar nicht so selten. Nicht nur Gewalt, ein schwerer Unfall oder Fluchterlebnisse können gravierende Folgen für die Seele haben, sondern beispielsweise auch der plötzliche Tod eines nahestehenden Menschen.  

Lehrer und Schulsozialarbeiter, war die einhellige Meinung der Experten, müssen sich in einer solchen Situation nicht ohnmächtig fühlen, sondern können helfen, auch wenn sie nicht in der Rolle des Therapeuten sind. „Ein sicheres soziales Umfeld – auch die Schule – kann vor schweren Folgen schützen“, unterstrich Ursula Watermann, Diplom-Psychologin und zuständig für die Trauma-Ambulanz der LWL Kinder- und Jugendpsychiatrie Hamm.

Fragen rund um geflüchtete Kinder und Jugendliche

Gezielt auf die Fragestellungen rund um geflüchtete Kinder und Jugendliche ging Diplom-Psychologe Eike Leidgens ein. Der Traumatherapeut bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe in Bochum hob die Bedeutung der Schule für die Kinder und Jugendlichen hervor: Schule biete Sicherheit, Stabilität und Ablenkung.
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