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Kreis-Amtsarzt informiert - Alte Arzneimittel nie in den Ausguss

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Alte Arzneimittel oder Medikamente, die nicht mehr benötigt werden, dürfen nicht über den Ausguss oder per Toilettenspülung entsorgt werden. Darauf weist der Amtsarzt des Kreises Unna, Dr. Bernhard Jungnitz, hin.

„Wegkippen und Vergessen, das funktioniert bei alten Medikamenten nicht“, unterstreicht der Mediziner, denn über den Ausguss, WC und Kläranlage gelangen Medikamentenreste dann als Schadstoffe ins Trinkwasser.

Reste dürfen in den Müll

Der Fachmann hat auch eine saubere Lösung parat: Reste von Arzneimitteln können überall dort, wo Hausmüll (Restmüll) in die Müllverbrennungsanlage kommt, über die Restmülltonne entsorgt werden. „Das ist sicher und umweltfreundlich“, unterstreicht Dr. Jungnitz und verweist auf eine entsprechende Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums.

In der Müllverbrennungsanlage werden Schadstoffe weitgehend zerstört oder inaktiviert. Die danach noch vorhandenen Reste stellen bei der Deponierung keine Gefahr für das Grundwasser dar, weil aufwändige Abdichtungssysteme und Sickerwassererfassungen dafür sorgen, dass Schadstoffe aufgehalten werden.

Rücknahme in der Apotheke besonderer Service

Im gesamten Kreis Unna wird der eingesammelte Hausmüll der Verbrennung zugeführt. Somit gehören nicht mehr benötigte Arzneimittel einschließlich Tropfen und Lösungen in die graue Tonne. Auch die Rückgabe dieser Arzneimittel an die Apotheke ist damit nicht mehr erforderlich. Apotheken bieten eine freiwillige Rücknahme von Altarzneimitteln zwar vielfach als Service an, sind dazu jedoch rechtlich nicht verpflichtet.
- PK -

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