Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Competentia startet in neue Förderphase - es gibt rund 1,2 Millionen Euro

Das Team vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet (Competentia) hat die Ziele und Aktivitäten für die neue Förderphase abgesteckt. Wichtigste Nachricht: Bis Herbst 2018 stehen rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Mittel für das Verbundprojekt der Wirtschaftsförderungen Kreis Unna und Dortmund sollen u.a. genutzt werden, um in Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und mehr Frauen als Fachkräfte zu gewinnen.

Quote der erwerbstätigen Frauen bei nur 63 Prozent

Competentia will den Boden für mehr berufstätige Frauen in der Region bereiten - und zwar aus gutem Grund: Mit einer Quote der erwerbstätigen Frauen von nur 63 Prozent liegt das Westfälische Ruhrgebiet deutlich unter dem Bundes? und Landesdurchschnitt. Gleichzeitig ist der Anteil ausschließlich geringfügig beschäftigter Frauen ist mit 18,9 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Im Rahmen der neuen Förderphase wird der Fokus vor allem auf kleinen und mittleren Unternehmen liegen. Geplant sind vier Arbeitsschwerpunkte:

  • Kleine und mittlere Unternehmen sollen bei der Rekrutierung von weiblichen Auszubildenden und Fachkräften unterstützt werden. Dazu hat Competentia verschiedene Angebote entwickelt. So besuchen beispielsweise junge Frauen, die eine Ausbildung in eher frauenuntypischen Berufen absolvieren, Schulen, um für ihren Betrieb und ihre Tätigkeit zu werben.
  • Für Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen soll es leichter werden, Familie und Beruf zu vereinbaren. Hier unterstützt Competentia  die Betriebe mit Beratungen und Workshops.
  • Der dritte Bereich nimmt die zahlreichen Minijobs im Gesundheitswesen in den Blick. Mehr als 4.000 solcher Beschäftigungsverhältnisse gibt es im Kreis Unna und in Dortmund. Ziel ist es, mit verschiedenen Strategien Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze umzuwandeln.
  • Der vierte Schwerpunkt lenkt die Aufmerksamkeit auf die Innovationskraft von Frauen. Das männlich geprägte Bild des typischen Erfinders soll erweitert werden, so dass sowohl weibliche Fachkräfte als auch kleinere Unternehmen das innovative Potenzial von Frauen erkennen.

- Ute Heinze -

Hintergrund

Unter dem Projektnamen Competentia fördert das nordrheinwestfälische Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) in den 16 Arbeitsmarktregionen Kompetenzzentren, die im Jahr 2012 aus der Landesinitiative Frau und Wirtschaft entstanden sind. Die neue Förderphase begann im November 2015 und endet im Oktober 2018. Die Förderung setzt sich aus Landes? und EU?Mitteln zusammen.

Blick in die Presse