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Wirkungsorientierte Steuerung kommt - Externer Berater begleitet Einführung

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Spar- und Konsolidierungsrunden der letzten Jahre haben gezeigt: Sparen allein bringt es nicht. Der Kreis wählt mit der Einführung der wirkungsorientierten Steuerung (WOS) deshalb eine neue Strategie, um die Wechselbeziehungen zwischen Kosten und Zielen nachhaltig zu verbessern.

Mit Hilfe der wirkungsorientierten Steuerung sollen die Produkthaushalte bei der Aufstellung künftig mit strategischen Zielen und deren Kennzahlen verknüpft werden. Im Ergebnis sollen so die Notwendigkeit, Passgenauigkeit, Sinnhaftigkeit und der Erfolg von geplanten Vorhaben messbar, überprüfbar und korrigierbar werden.

Grundlagenarbeit für die Gesamtstrategie beginnt

Vor der Entwicklung einer notwendigen Gesamtstrategie wird in den nächsten Wochen Grundlagenarbeit geleistet. Es geht z.B. um die Klärung und Festlegung von Begriffen, von Zielen und Erwartungen an das neue System. Gefragt ist hier der Steuerungsdienst der Kreisverwaltung. Ausdrücklich willkommen ist auch der externe Sachverstand der Beratungsagentur S/E/ Gesellschaft für Strategie und Ergebnisse.

Dessen Geschäftsführer, Dr. Rainer Heinz, ist bei der Verwaltung und in der Politik seit 2010 bekannt und anerkannt: Er begleitete damals den Konsolidierungsprozess für die Jahre 2011-2015, der unterm Strich knapp 20 Stellen und 3,5 Millionen Euro einsparen half. Vorhergegangen war die Sparrunden der Jahre 2004 und 2006. Dabei waren bereits rund 60 Stellen und 9,6 Millionen Euro eingespart worden. Trotz all dieser Anstrengungen blieb die finanzielle Lage des Kreises aber schwierig.

Strategiekommission besetzt - Konferenz terminiert

Verwaltung und Berater sollen eine erste Strategiekonferenz inhaltlich vorbereiten. Sie ist für den 23. Juni unter Vorsitz von Landrat Michael Makiolla terminiert. Zu dem internen Treffen zusammenkommen wird die jetzt vom Kreistag bestimmte Strategiekommission. Sie setzt sich aus Vertretern der Politik und der Verwaltung zusammen. Die Geschäftsführer der Kreisgesellschaften, des Jobcenters, der Sprecher der Kämmerer und der Personalrat der Kreisverwaltung werden hinzugezogen.

Diese Kommission ersetzt die Kommission „Kreis Unna im Wandel“, bereitet politische Entscheidungen vor, trifft selbst aber keine formellen Beschlüsse.
- Constanze Rauert -



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