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Amtsapothekerin rät - Vorsicht mit ätherischen Ölen

Einige ätherische Öle können bei Kindern zu Vergiftungen führen. Verschiedene rezeptfreie Erkältungsmedikamente und freiverkäufliche Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen sind deshalb für Kleinkinder nicht geeignet.

Darauf weist die Amtsapothekerin des Kreises, Birgit Habbes hin. Eltern sollten prinzipiell nur Präparate anwenden, die speziell für die Anwendung bei Kindern gedacht sind und sich vor jedem Kauf in der Apotheke informieren.

Auch Duftlampen können Probleme bereiten

Kinder unter drei Jahren reagieren besonders empfindlich auf Kampfer, Eukalyptus-, Thymian und Pfefferminzöl. Selbst kleinste Mengen, die versehendlich in den Mund oder die Nase gelangen, können lebensbedrohliche Verkrampfungen des Kehlkopfs auslösen. Auch verschiedene Duftöle, die über Duftlampen an die Raumluft abgegeben werden, können bei Kindern Nebenwirkungen auslösen.

Im Zweifel den Notarzt rufen

Zeigt ein Kind akute Vergiftungssymptome, wie Atemnot, Krämpfe oder Bewusstseinsveränderungen, sollten Eltern unverzüglich einen Notarzt oder eine Giftnotrufzentrale kontaktieren. Als Erstmaßnahmen empfehlen Apotheker beim versehentlichen Verschlucken eines ätherischen Öls zur Verdünnung das Trinken von Tee, Wasser oder Saft.
- PK -

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