Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Auf Haus Opherdicke zu sehen - „Lebenslinien“ von Rolf Escher

Anlässlich des 80. Geburtstags von Rolf Escher präsentiert der Kreis auf Haus Opherdicke mehr als 100 Arbeiten des ungewöhnlichen Zeichners und Grafikers. Zu sehen ist die Ausstellung mit dem Titel „Lebenslinien“ vom 24. April bis zum 14. August in Holzwickede.

Die retrospektiv angelegte Ausstellung umfasst das Oeuvre des Künstlers über fünf Jahrzehnte und zeigt die motivische Vielfalt in seinem beeindruckenden zeichnerischen wie auch druckgrafischen Werk. Der 1936 in Hagen geborene und heute Essen und Berlin lebende Rolf Escher absolvierte von 1956 bis 1962 ein Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf sowie an der Universität zu Köln.

Als Professor zahlreiche Studenten künstlerisch geprägt

Von 1976 bis Jahr 2000 übte er eine Professur für Illustration im Fachbereich Design der Fachhochschule Münster aus und prägt somit Generationen von Studenten. Zahlreiche Preise, internationale Ausstellungen und Auszeichnungen begleiten Eschers künstlerischen Weg, dem er immer wieder durch Studienreisen nach Italien, Frankreich und Süddeutschland neue Impulse verleiht.

Rolf Eschers Werke erzählen in detailgetreuem Realismus, gepaart mit surrealen Elementen, von der Vergänglichkeit der Zeit. Dabei spiegeln seine kompositorischen Inszenierungen gelebte Geschichte wider.

Momentaufnahmen zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Seine „Räume ohne Menschen“ weisen durch unübersehbare Spuren auf deren vorherige Anwesenheit hin. So erweckt ein zerdrücktes Kissen auf einem leeren Stuhl die Assoziation, dass dort vor wenigen Minuten noch ein Mensch gesessen hat.

Eschers Arbeiten scheinen Momentaufnahmen zwischen Vergangenheit und Gegenwart oder sogar zwischen realer Welt und surrealer Vorstellung zu sein. Historische Schauplätze wie der Dogenpalast in Venedig oder die Anna Amalia Bibliothek in Weimar, sind hierbei nicht nur Bühnen, sondern laut Escher „magische Orte“, die ihn vor realer Kulisse zur Verfremdung inspirieren.
- Sigrid Zielke-Hengstenberg M.A. -

  • "Lebenslinien"
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