Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Berufsschüler wollen gute Gastgeber sein - Was trinkt der Chinese?

„China heute – Politik, Gesellschaft und Wirtschaft“. Unter dieser Überschrift trafen die zukünftigen Asienkaufleute des Hansa Berufskollegs (BK) bei einem Fachvortrag mit Susanne Löhr, der Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr, zusammen.

Erst im Februar unterzeichneten beide Bildungseinrichtungen einen Kooperationsvertrag, dessen Ziel es ist, den Auszubildenden die chinesische Kultur näher zu bringen. Dies geschieht durch die innovativen Zusatzangebote eines Chinesisch- und eines Außenhandelskurses am Hansa Berufskolleg und durch die Einladung von Asien-Experten.

Delegation der Partnerschule kommt Ende Mai

Für die Einladung von Susanne Löhr gab es einen konkreten Anlass: Ende Mai wird eine 14-köpfige chinesische Schüler-/Lehrergruppe der Partnerschule SEMS (Shanghai Economic Management School) nach Unna kommen, um das deutsche Ausbildungssystem kennenzulernen.

Untergebracht werden die chinesischen Gäste bei den zukünftigen Asienkaufleuten und die möchten natürlich gute Gastgeber sein. Deshalb ging es beim Treffen um Fragen wie: „Gibt es ‚No Go‘-Themen?“, „Darf ich politische Fragen stellen?“, „Was für Getränke sollte ich anbieten?“

Auch Probleme in China wurden angesprochen

Susanne Löhr wusste nicht nur Antworten, sondern ging auch auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme wie die Umweltverschmutzung, die Verfolgung politisch Andersdenkender und den demographischen Wandel in China ein.

Die Auszubildenden des Hansa BK waren nicht nur wegen ihrer Gastgeberrolle an Informationen interessiert. Sie reisen im September selbst nach Shanghai, um China hautnah zu erleben und ihre Sprachkenntnisse anzuwenden: Chinesische Benimm-Regeln zu kennen, ist also auf jeden Fall von Vorteil.
- Marion Kadoch -

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