Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Workshop für Führungskräfte - Psychische Widerstandskraft bei Stress stärken

In Kooperation mit der Kreisverwaltung bot das bei der Wirtschaftsförderung Kreis Unna angesiedelte Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet (Competentia) den Workshop „Förderung der Resilienz für Fach- und Führungskräfte" an.

20 Top-Leute aus Unternehmen aus Bönen, Lünen, Holzwickede, Schwerte und Unna und der Kreisverwaltung folgten der Einladung.

Ein Selbstcheck für Führungskräfte zu persönlichen, sozialen und arbeitsplatzbezogenen Ressourcen, der Einfluss der Führungskultur im Unternehmen auf die Resilienz von Beschäftigten oder die Stärkung der psychischen Widerstandskraft durch Gesundheitsmanagement.

Kundige Referentinnen begleiteten Workshop

Im Rahmen des Workshops erarbeiteten die Teilnehmer mit den Referentinnen Jessica Gedamu und Maja Spee von der unabhängigen und gemeinnützigen Organisation EAF Berlin.Diversity in Leadership, wie sie ihre eigene Stressresistenz und die ihrer Mitarbeiter fördern können.

Die Führungskräfte interessierten sich ebenso dafür, wie durch gezielte Personalentwickung arbeitsbezogene Ressourcen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestärkt werden können. Anhand eines Fallbeispiels wurden Faktoren zur Förderung der Resilienz aufgezeigt, wie beispielsweise Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit, Zukunftsorientierung und Optimismus sowie Beziehungspflege und Lösungsorientierung.

Praktische Übungen helfen in Stresssituationen

Für die eigene Arbeit konnten die Teilnehmenden neben Erfolgsfaktoren aus Forschung und Praxis, Übungen zur Förderung der psychischen Widerstandskraft in Stresssituationen auch viele praktische Beispiele mitnehmen, die bereits in den Unternehmen angewendet werden.

„Die Anforderungen an Fach- und Führungskräfte steigen kontinuierlich", weiß Heidi Bierkämper-Braun, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Unna. Mehr noch: „Gerade im Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehen sich Fachkräfte und Firmenleitungen mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert“, so Anke Jauer von Competentia. „Umso wichtiger ist es, Führungskräfte psychisch und physisch zu stärken und zwar sowohl im Hinblick auf ihr Selbstmanagement als auch in Bezug auf die Führung der Beschäftigten."
- Ute Heinze -

Hintergrund:

Unter dem Projektnamen Competentia fördert das nordrheinwestfälische Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in den 16 Arbeitsmarktregionen Kompetenzzentren, die im Jahr 2012 aus der Landesinitiative Frau und Wirtschaft entstanden sind.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet setzt sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wirtschaftsförderungen Kreis Unna und Dortmund zusammen. Zielgruppe der Competentia-Angebote sind kleine und mittlere Unternehmen.

Ziel von Competentia ist, die Erwerbstätigkeit von Frauen qualitativ und quantitativ zu verbessern. Die Kompetenzzentren beraten kleine und mittlere Unternehmen dabei, weibliche Fachkräfte zu gewinnen und an sich zu binden, geben Tipps zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und helfen, die Potenziale der Frauen im Unternehmen weiterzuentwickeln. Die Zentren bringen dazu regionale Akteurinnen und Akteure in Kontakt und unterstützen sie mit Informationen und konkreten Hilfestellungen.

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