Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Im Juli ging es aufwärts - Zahl der Arbeitslosen stieg

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Unna stieg im Juli wieder an. Und zwar um 2,1 Prozent - rund 360 Menschen - auf fast 17.690 Personen. Das ist ein Rückgang von 6,8 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2015. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,5 Prozent (Juni 8,3 Prozent).

Claudia Hermsen, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Hamm, bilanziert: „Durch über 200 Arbeitslosmeldungen von nicht übernommenen Auszubildenden ist die Jugendarbeitslosigkeit um 16 Prozent gestiegen. Insgesamt geht die Arbeitslosigkeit jedoch im Vorjahresvergleich zurück. Ich gehe davon aus, dass die jungen Fachkräfte in den kommenden Monaten von der Nachfrage nach Fachkräften profitieren und die Jugendarbeitslosigkeit wieder abnimmt.“

Zu- und Abgänge aus dem ersten Arbeitsmarkt

Im Berichtsmonat meldeten sich 975 Personen auf dem ersten Arbeitsmarkt neu arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 111 Personen (12,8 Prozent) mehr. Der Jahresvergleich fällt hierbei etwas positiver aus: Im Juli 2015 meldeten sich 39 Personen (3,8 Prozent) weniger auf dem ersten Arbeitsmarkt neu arbeitslos.

Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 846 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Vor einem Monat waren es noch 17 Personen mehr und vor einem Jahr 19 Personen (2,3 Prozent) weniger, die den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt aufgenommen haben.

Entwicklung in den zehn Kommunen im Kreis

Die Arbeitslosigkeit stieg in fast allen Kommunen des Kreises Unna an. Ausnahmen sind Selm (-0,7 Prozent bzw. 6 auf 887), Lünen (-0,3 Prozent bzw. 14 auf 5.193) und Holzwickede (-0,2 Prozent bzw. 1 auf 557), wo die Arbeitslosigkeit zurückging.

In allen anderen Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit. Den prozentual stärksten Anstieg haben Fröndenberg (8,3 Prozent bzw. 54 auf 707) und Unna (5 Prozent bzw. 107 auf 2.227). Danach folgen Kamen (3,8 Prozent bzw. 75 auf 2.059), Werne (3,8 Prozent bzw. 36 auf 986), Schwerte (2,8 Prozent bzw. 46 auf 1.688), Bergkamen (2,2 Prozent bzw. 57 auf 2.685) und Bönen (1,5 Prozent bzw. 10 auf 698).

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 90 Stellen (3,4 Prozent) auf 2.721 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 298 Arbeitsstellen (12,3 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 989 neue Arbeitsstellen. Vor zwölf Monaten wurden noch 283 Stellen weniger angeboten.
- Nathalie Neuhaus -

  • Arbeitsmarkt im Kreis Unna - Tabelle (PDF)
  • Arbeitsmarktreport Juli (PDF)

 

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