Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

OB und Landräte bitten Kanzlerin - Kommunalen Arbeitsmarktfonds unterstützen

Die im Kommunalrat des RVR organisierten Oberbürgermeister und Landräte der Metropole Ruhr sind entschlossen, die Beschäftigungsperspektiven für Langzeitarbeitslose nachhaltig zu verbessern. Dies unterstrich Landrat Michael Makiolla nach dem turnusgemäßen Treffen des RVR-Gremiums am Donnerstag in Oberhausen.

„Trotz günstiger konjunktureller Entwicklungen auch hier im Kreis Unna ist es uns bisher nicht gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit maßgeblich zu senken“, beschreibt Makiolla die Situation und skizziert, wie eine Kurskorrektur erfolgen soll: „Wir brauchen einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt.“

Geförderter Ausbau von einfachen Tätigkeiten

Der Landrat denkt mit seinen Kollegen im Kommunalrat insbesondere an den geförderten Ausbau einfacher Tätigkeiten in gesellschaftlich relevanten Feldern und weiß natürlich, dass es ohne offensive Unterstützung vom Bund nicht gehen wird.

Deshalb wird Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem gemeinsamen Schreiben der elf Oberbürgermeister und vier Landräte aufgefordert: „Bitte ermöglichen Sie es uns, langzeitarbeitslosen Menschen dauerhaft zu helfen.“ Positiv zu den Plänen geäußert hat sich bekanntlich bereits Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei einer Arbeitsmarktkonferenz in Dortmund.

Modellversuch Kommunaler Arbeitsmarktfonds

Konkret im Gespräch ist ein „Modellversuch Kommunaler Arbeitsmarktfonds“. Als Zielgruppe definiert sind zunächst erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die länger als vier Jahre im SGB II-Leistungsbezug sind. Geförderte Tätigkeiten könnten unter anderen sein: Grünpflege und Stadtreinigung, soziale Quartiersarbeit, Seniorenservice oder Hilfsleistungen für Schulen und Kindergärten.

Dringenden Unterstützungsbedarf sehen die Hauptverwaltungsbeamten der Metropole Ruhr auch im Bereich der Hilfen zur Erziehung. Hier sei nahezu flächendeckend eine deutliche Kostensteigerung zu verzeichnen. Was in erheblichem Maße zu den hohen finanziellen Belastungen in den kommunalen Haushalten beitrage. Für die nächste Sitzung des Kommunalrates wurde deshalb NRW-Familienministerin Christina Kampmann eingeladen, die ihr Kommen bereits zugesagt hat.
- Hannes Fritsche -

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